© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 46-08 vom 15. November 2008

Drei Jahre
von Hans Heckel

Schuldbewußtsein? Gar Reue? Nichts davon kommt dem Alt-Terroristen Christian Klar über die Lippen. Nach solchen Regungen der inneren Einkehr gefragt, verkriecht er sich in den entmenschlichten linken Politsprech, den wir aus den Verlautbarungen sattsam bekannter Zirkel kennen.

Wie es aussieht, kommt Klar am 3. Januar 2009 nach Verbüßung der Mindesthaftzeit frei. Das waren dann 26 Jahre. 26 Jahre für neun gemeinschaftliche Morde und elf Mordversuche, für jeden Mord nicht einmal drei Jahre. Das sitzen andere für Steuerhinterziehung ab, der kein Menschenleben zum Opfer fiel, die keinen dauernden Schatten legte über das Leben einer ganzen Familie. Michael Buback, der Sohn des 1977 ermordeten Siegfried Buback, weiß bis heute nicht, wer die Schüsse auf seinen Vater abgegeben hat, weil Klar ihm diese Auskunft verweigert. Ebenso geht es den Angehörigen anderer Opfer, darunter Fahrer und Leibwächter.

Der Eiseskälte, mit der Klar seinen Opfern noch heute begegnet, steht der warmherzige Einsatz etlicher Prominenter für den Ex-Terroristen gegenüber. Ist er draußen, kann er gleich seine Stelle bei Klaus Peymanns Berliner Ensemble antreten, die der ihm freigeräumt hat.


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