© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 46-08 vom 15. November 2008

MELDUNGEN

700-Millionen-Projekt

Lyck – Zwischen dem südlichen Ostpreußen und Litauen soll eine neue Hochspannungsleitung von internationaler Bedeutung entstehen. Lycks Stadtpräsident Tomasz Andrukiewicz empfing dazu den Vorstand der polnisch-litauischen Gesellschaft LitPol, um sich über die Fortschritte des Vorhabens informieren zu lassen. LitPol wurde von Polen und Litauen zu dem Zwecke gegründet, eine grenzüberschreitende Hochspannungsdoppelleitung zu errichten. Mit einer Spannung von zweimal 400 Kilovolt soll sie über eine Länge von 154 Kilometern vom Umspannwerk Neuendorf im Kreis Lyck über Suwalki und Sejny bis nach Alytus in Litauen reichen. Zweck dieser Leitung ist die Sicherstellung des Energieverkehrs und der Stromversorgung in der Europäischen Union im allgemeinen und der Anschluß des neuen litauischen Kernkraftwerkes Visaginas ans europäische Netz im besonderen. Die Maßnahme wird auf der polnischen Seite zwei Milliarden Zloty (fast 570 Millionen Euro) und auf der litauischen Seite 400 Millionen Litas (fast 120 Millionen Euro) kosten.     PAZ

 

»Hauptsache Frieden«

Königsberg – „Hauptsache Frieden“ – so heißt eine Ausstellung deutscher Pressefotografien, die am 11. November im „Deutsch-Russischen Haus“ eröffnet wurde. Sie ist eine Frucht der deutsch-russischen Städtepartnerschaft Cranz–Pinneberg und will demonstrieren, „daß es Alternativen zur Konfliktlösung mittels Gewalt gibt und es allein beim Menschen liegt, eine friedliche Möglichkeit zu wählen“. Bei der Eröffnung sprachen Irina Werschinina, die Menschenrechtsbeauftragte von Königsberg, und Manne Wengborg, Generalkonsul des Königreichs Schweden. W. O.

 

Gegen den Unrat in Königsberg

Königsberg – Georgij Boos, seit dem September des Jahres 2005 Gouverneur des Königsberger Gebietes, empfindet seine Gebietshauptstadt seit Jahren als einfach verdreckt. Es gäbe keinen sauberen Ort in Königsberg, überall nur Unrat – Plastikflaschen, Zeitungen. Und weiter klagt er: „Autofahrer werfen grundsätzlich ihre Kippen durchs Fenster, Lastwagen verstreuen Sand von der Ladefläche.“ Erst jetzt aber hat er von seiner Stadtbevollmächtigten Tamara Kusjajewa erfahren, daß die Strafe für solche Umweltsünden nur 500 Rubel (nicht einmal 15 Euro) beträgt. Umgehend ordnete er eine Erhöhung an. Am 10. November hat die Regionalregierung verfügt, daß Verunreinigungen, etwa durch weggeworfene Kippen, mit 2000 Rubel (rund 58 Euro) Strafe geahndet werden. Das soll Königsberg sauberer machen.            W. O.


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