© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 46-08 vom 15. November 2008

MELDUNGEN

Leas Leben ohne Schwester Tabea

Lemgo – Als Lea und ihre Zwillingsschwester Tabea am 3. August 2003 geboren wurden, sorgten sie weltweit für Schlagzeilen. Die Siamesischen Zwillinge waren am Kopf zusammengewachsen. Um den beiden Mädchen eine Zukunft außerhalb eines Pflegeheimes zu ermöglichen, entschieden sich die Eltern – Mitglieder einer rußlanddeutschen Baptistengemeinde – zur Operation in den USA. Tabea überlebte die Folgen der schweren Operation nicht. Lea hat inzwischen drei jüngere Geschwister: Dorothea (3), Tim (2) und den gerade geborenen Ben. Wie andere Kinder ihres Alters tobt Lea gern, doch muß sie aufpassen, daß sie sich nicht am Kopf stößt. Denn dort fehlt ihr ein Knochen, eine Folge der Trennungsoperation von ihrer Schwester. In Zukunft muß sie sich noch einer weiteren Operation unterziehen, durch die ihre Schädeldecke dann völlig wiederhergestellt wird. In ihrem Kindergarten wird sie optimal betreut.  Eine Erzieherin ist nur für sie verantwortlich. Diese Intensivbetreuung braucht sie auch deshalb, weil sie nicht gut sehen kann. Nur in ihrer vertrauten Umgebung zu Hause findet sie sich ohne jede Hilfe zurecht. Aber sie ist pfiffig und lernt schnell. Manchmal korrigiert sie ihre jüngeren Geschwister – oder auch ihre Eltern, wenn sie etwas besser weiß. idea/os

 

Spielend lernen im Museum

Ratingen – Im Oberschlesischen Landesmuseum, Bahnhofstraße 62, wird gespielt. Bis zum 1. März 2009 zeigt die Ausstellung „Wir spielen mit! Von Karten-, Würfel- und Brettspielen“ eine Auswahl von Gesellschaftsspielen mit schlesischem Bezug und thematisiert so einen bedeutenden Teil des großen Spektrums deutscher Kulturgeschichte. Geöffnet dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr.        Os


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