© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 02-09 vom 10. Januar 2009

MELDUNGEN / ZUR PERSON

Deutsche kaum beeindruckt

Nürnberg – Die Deutschen lassen sich von der Krise weniger beeindrucken als ihre wichtigsten europäischen Nachbarn. Laut „Focus“ ergab eine Studie des Nürnberger GfK-Instituts, daß die Anschaffungsbereitschaft in allen großen EU-Staaten deutlich geringer ist als in Deutschland. Der Befund bricht mit dem Trend vergangener Studien: Früher waren die positiven wie negativen Ausschläge der Kaufbereitschaft in der Bundesrepublik stets stärker ausgeprägt als bei den Nachbarn.                PAZ

 

Große Vermögen geschrumpft

Berlin – Die Vermögen der reichsten deutschen Familien sind seit Mitte 2007 um durchschnittlich 30 Prozent geschrumpft, berichtet die „Wirtschaftswoche“. Manche in Generationen aufgebauten Familienvermögen sind demnach ähnlich bedroht wie bei der Hyperinflation von 1923. Vor allem treffe die Familien, daß sowohl spekulative als auch traditionell stabile Anlagen dramatisch an Wert eingebüßt haben.     PAZ

 

Jüngster Minister

Der 35jährige Philipp Rösler wird bald der jüngste Wirtschaftsminister eines deutschen Bundeslandes sein. Mitte Februar soll Rösler nach dem Vorsitz der niedersächsischen FDP auch dieses Amt von seinem Mentor Walter Hirche übernehmen.

Rösler stammt aus Vietnam, wo er Anfang 1973 im damals noch prowestlichen Süden zur Welt kam. Als noch nicht Einjähriger kam er aus einem Waisenhaus bei Saigon in die Bundesrepublik, wo eine norddeutsche Familie ihn adoptierte. Nach dem Abitur studierte er in Hamburg Medizin, der Promotion folgte die Ausbildung zum Augenarzt. Bis 2003 arbeitete Rösler als Truppenarzt in Hannover.

Schon früh hat sich Rösler politisch engagiert. So war er Schulsprecher und fand 1992 zur FDP und ihrer Jugendorganisation, den Jungen Liberalen. Bei den Liberalen Niedersachsens machte er mit seiner Eloquenz schnell Karriere, wobei die großen Mehrheiten auffallen, mit denen er regelmäßig gewählt wurde. 1994 übernahm er den Kreisvorsitz der FDP-Jugendorganisation in Hannover. Zwei Jahre später war er bereits deren Landeschef und Mitglied des FDP-Landesvorstandes. 2000 erhielt er auf Vorschlag des damaligen Landesvorsitzenden Hirche das neugeschaffene Amt des Generalsekretärs. 2003 zog er erstmals in den Landtag ein, wo ihn seine Fraktion sofort einstimmig zu ihrem Vorsitzenden wählte. 2005 wurde der mittlerweile als Wirtschafts- und Bildungspolitiker bekannt gewordene Parlamentarier ins Präsidium der Bundes-FDP gewählt. 2006 erreichte Röslers Aufstieg mit der Übernahme des FDP-Landesvorsitzes einen ersten Höhepunkt. Nun tauscht der 35jährige den Fraktionsvorsitz in Hannover gegen ein Ministeramt im Kabinett von Christian Wulff ein.        M.R.


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