Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung
© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 03-09 vom 17. Januar 2009
Deutschlands Stärken Der Europäische Wirtschafts Verlag, ein Tochterunternehmen der Medien Gruppe Kirk AG, hat sich das Standortmarketing auf die Fahnen geschrieben. Seine Produkte sind Marketingprojekte wie Bücher, CDs und Filme, die die Leistungsprofile von Ländern und Regionen darstellen. Deutschland ist ein Spitzenstand-ort mit Zukunft, Deutschland hat Weltniveau; so lautet die Botschaft seines neuesten, zweisprachigen Buches mit dem Titel „Wirtschaftsstandort Deutschland – Business Location Germany“. Fast versteht es sich von selbst, daß ein Projekt wie das vorliegende zweisprachig (deutsch-englisch) und multimedial veröffentlicht wird: Parallel zum Buch, das auch als CD erhältlich ist und auf der Internetseite des European Business Network präsentiert wird, erschien ein Image-Film. Das Projekt zielt darauf ab, potentielle Investoren zu interessieren, und wird im In- und Ausland über ein vielschichtiges Vertriebssystem verbreitet. Nicht zuletzt enthält es viel Wissenswertes für Journalisten und Lehrpersonal, aber auch für jeden, der die rasch voranschreitende Entwicklung auf allen Feldern des öffentlichen Lebens mit Interesse verfolgt. In Zeiten des fortschreitenden internationalen Wettbewerbs ist es wichtig, die Stärken der Regionen wie auch des Landes insgesamt herauszustellen: „Wir sind ein Land der Köpfe, ein Land der Ideen. Hier läßt es sich gut arbeiten und leben“, so ist in der Pressemitteilung zu lesen. Die in dem Werk vorgestellten Unternehmen, Forschungsinstitute und Netzwerke, die fast alle international ausgerichtet sind, werden als Garanten für Beschäftigung und Wohlstand bezeichnet; ihre Auswahl ist sicher nicht dem Zufall anheimgefallen. In- und ausländische Unternehmen und Investoren profitieren in Deutschland von einem hohem Maß an politischer Stabilität, einer verläßlichen Administration sowie großer Rechtssicherheit, gestützt auf die soziale Marktwirtschaft, so heißt es weiter. Hervorzuheben aus vielen Bereichen sind die Informations- und Kommunikationstechnologien in einer zunehmend wissensorientierten Wirtschaft sowie die regenerativen Energien. Sie leisten einen überaus wichtigen Beitrag zur Stärkung Deutschlands im internationalen Wettbewerb. Doch es gibt viele andere leistungsstarke Sparten und Unternehmen, die teilweise unter der Rubrik „Company Profile“ einzeln vorgestellt werden. Die ein bis drei Doppelseiten umfassenden Texte sind weiteren Rubriken zugeordnet wie Wirtschaftsstandort, Industrie-, Finanz- und Innovationsstandort, Soziale Marktwirtschaft, Forschung, Telekommunikation, Medizin und Pharma, Messe, Tourismus, Mittelstand, Automobilindustrie, Logistik und Bundeshauptstadt Berlin. Als sogenannter weicher Standortfaktor wird zuletzt auch die Kultur berücksichtigt, für die man zwei Doppelseiten erübrigt hat. Die Autoren der Textbeiträge sind Kompetenzträger aus Wirtschaft und Forschung sowie Bundes- und Landespolitiker. In seiner Einleitung nimmt Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Bezug auf den wirtschaftlichen Aufschwung, der in Deutschland von 2005 bis 2007 zu verzeichnen war; dieser habe sich deutlich auf Wirtschaftswachstum und Beschäftigung ausgewirkt. Da dennoch viele Menschen den Eindruck hätten, „trotz einer nie dagewesenen Erholung am Arbeitsmarkt … nicht vom wirtschaftlichen Aufschwung zu profitieren“, müsse man „dafür Sorge tragen, daß die Menschen im Lande bereit“ seien, die erforderlichen weiteren Reformen mitzutragen. Dazu gehöre eine noch „weitergehende Flexibilisierung des Arbeitsmarktes“. Für derartige Maßnahmen plädieren außer Glos auch andere Autoren. Von Hinweisen auf die jüngste weltweite Finanzkrise, die sich zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Projektes bereits ausgewirkt hatte, wurde in dem Marketingprojekt aus verständlichen Gründen abgesehen. In seinem kurzen Vorwort erinnert auch José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, an die Notwendigkeit, in Deutschland weitere Reformen durchzuführen. Gleichzeitig erinnert er die Verantwortlichen an die europäischen Ziele der Nachhaltigkeit und an die Aufgabe, ein gerechteres Europa mitzugestalten. Dagmar Jestrzemski Christian Kirk (Hrsg.): „Wirtschaftsstandort Deutschland – Business Location Germany“, Europäischer Wirtschaftsverlag, Darmstadt 2008, 216 Seiten, 17,99 Euro |
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