© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 09-09 vom 28. Februar 2009

MELDUNGEN

„Beste Leute“ als Hilfslehrer

Berlin – Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat Unternehmen aufgefordert, ihre besten Mitarbeiter als Lehrer an Schulen zu schicken: „Ich fordere alle Unternehmen auf, ihre Top-Mitarbeiter für den Schulunterricht freizustellen.“ Ein Austausch würde „sinnvolle Impulse für die Schüler bringen“. Als Beispiel nannte Schavan einen Ingenieur, der zwei Stunden wöchentlich Physik oder Mathematik unterrichten könnte. Beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) stößt dieser Vorschlag auf keine Gegenliebe, er gilt als finanziell und organisatorisch nicht realisierbar. Der Vorsitzende des Lehrer-Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Ludwig Eckinger bezeichnete Schawans Vorschlag schlichtweg einen „Faschingsscherz“.        F.M.

 

Arbeit und Kapital

Frankfurt am Main – Mit Zugeständnissen an die IG Metall versucht die hochverschuldete Schaeffler-Gruppe, sich Luft zu verschaffen. Nachdem sich sowohl die Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Bundesarbeitsminister Olaf Scholz kritisch über eine Rettung der Schaeffler-Gruppe auf Kosten des Steuerzahlers  äußerten, hat diese den Schulterschluß mit den Gewerkschaften gesucht. Der Familienkonzern hat eingewilligt, ein Modell zur Mitbestimmung einzuführen - auf ein entsprechendes Eckpunktepapier einigten sich Firmenvertreter mit IG Metall-Chef Berthold Huber. Prompt gab dieser die erhoffte Unterstützung bei der Bitte um Staatshilfen: „Die IG Metall und Schaeffler halten zur Überbrück­ung der aktuellen Krise ein Engagement der Länder und des Bundes für erforderlich“, verkündete Huber den Schulterschluß von Arbeit und Kapital.            F.M.


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