© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 09-09 vom 28. Februar 2009

ZITATE

Der Linkspolitiker und ehemalige Sprecher des israelischen Parlaments, Avraham Burg, warnte im „Spiegel“ (21. Februar) sein Land vor der „traumatischen“ Fixierung auf die NS-Judenverfolgung:

„Ständig muß die Shoa als Vergleich herhalten. Durch den ewigen Rekurs auf den Holocaust verliert das Land (Israel) alle Maßstäbe. Man sagt sich: Der Gaza-Feldzug? Na ja, das war nicht schön, aber wir haben schließlich keine Gas­kammern betrieben. Das ist die Logik: Weil nichts wie der Holocaust ist, ist alles erlaubt.“

 

Der britische Historiker Niall Ferguson äußerte im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen“ (24. Februar) seine Furcht, daß die Weltwirtschaft ähnlich dramatisch abgleiten könnte wie in den 30er Jahren:

„Das schlimmste Szenario wäre, wenn die Konjunkturprogramme den Finanzbedarf der Staaten so stark erhöhen, daß sie sich nur noch über die Zentralbanken finanzieren können. Die (US-Notenbank) Fed druckt immer mehr Geld, der Dollar wertet ab, es gibt Streit darüber. Dann fordert die öffentliche Meinung protektionistische Maßnahmen, Zölle – es folgen Handelskriege wie in den dreißiger Jahren. Die Wahrscheinlichkeit dafür schätze ich auf mehr als 50 Prozent.“

 

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philip Mißfelder, hat viel Kritik eingesteckt für seine Behauptung, eine Erhöhung von Hartz-IV-Bezügen  komme einem „Anschub für die  Tabak- und Spirituosenindustrie“ gleich. Der Bezirksbürgermeister des Berliner Problembezirks Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), hingegen stellte sich im Deutschlandradio hinter den CDU-Nachwuchspolitiker:

„Bei Eltern mit sehr geringer sozialer Kompetenz wird das Geld für alles Mögliche verwandt, nur nicht für die Kinder.  Kinder haben oft die teuersten Handys und den besten MP3-Player, aber kein Butterbrot in der Tasche, wenn sie zur Schule kommen.“


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