© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 13-09 vom 28. März 2009

Schlafstörungen sind weit verbreitet

Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf“, heißt es in der Bibel (Psalm 127,2). Was aber, wenn man nicht schlafen kann? Schlafstörungen seien weit verbreitet, schreiben Fachleute in der Zeitschrift „Lebensnah“ der christlichen Schweizer Klinik SGM (Stiftung für ganzheitliche Medizin) für Psychosomatik in Langenthal bei Bern. Jeder Mensch verbringe etwa ein Drittel des Lebens – 3000 Stunden pro Jahr – im Schlaf. Schätzungen über die Verbreitung der Störungen gingen weit auseinander; weltweit seien 20 bis 45 Prozent der Menschen davon betroffen. Ursachen könnten ein falscher Umgang mit Schlaf, Lebensrhythmusstörungen wie Schichtarbeit, äußere Faktoren wie Lärm, körperliche Gebrechen oder psychische Erkrankungen sein. Allerdings gebe es auch „Schlafmythen“, schreibt Diplompsychologin Maria Teschner. Mehrmaliges nächtliches Erwachen tue gesundem Schlaf keinen Abbruch. Der Körper sei imstande, den Schlafverlust zu regulieren. Mythen umrankten auch die Schlafdauer: Es müßten nicht für jeden Menschen acht Stunden sein. Manche kämen mit vier bis fünf Stunden aus.

Die meisten Menschen hätten gelegentlich Schlaf- und Wachstörungen. Zu den Folgen von Störungen zählten Tagesmüdigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Unruhe und Gereiztheit. Experten unterscheiden rund 80 verschiedene Formen und Ursachen von Schlafstörungen. Ungesund sei sowohl extrem wenig wie auch extrem viel Schlaf. Körperliche Betätigung an der frischen Luft fördere die Müdigkeit.

Abends sollte man nur eine leichte Mahlzeit einnehmen. Förderlich seien ein richtiges Bett, Dunkelheit und Ruhe. Auch sollte man sich eine gewisse Regelmäßigkeit angewöhnen und immer zur gleichen Zeit zu Bett gehen und morgens aufstehen. Übrigens: Ein Glas Bier oder Wein kann zwar das Einschlafen erleichtern, ist bei schlechtem Schlaf aber trotzdem nicht zu empfehlen. Wenn die Leber nachts „arbeiten“ muß, geht das auf Kosten der Schlafqualität.       idea / PAZ


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