© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 14-09 vom 04. April 2009

Hohe Ehrung für Beckstein

München – Als Bayerischer Ministerpräsident war Günther Beck-stein (Bild) auch für die Patenschaft Bayerns über die Ostpreußen zuständig. Seine offene und faire Zusammenarbeit in dieser kurzen Zeit ist der Landsmannschaft in guter Erinnerung. Für seine Verdienste um die Sudetendeutschen wird Beckstein nun mit einer der höchsten Ehrungen der deutschen Vertriebenen ausgezeichnet. Bernd Posselt, Europaabgeordneter und Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, wird ihm beim 60. Sudetendeutschen Tag an Pfingsten den Europäischen Karlspreis 2009 der Sudetendeutschen Landsmannschaft verleihen.

Beckstein sei, so Posselt in der Begründung der Entscheidung, ein „herausragender Kämpfer für Menschen- und Minderheitenrechte sowie ein verläßlicher Partner der Vertriebenen“. Als Staatssekretär, Staatsminister und Ministerpräsident habe er stets das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen zu seinem persönlichen Anliegen gemacht. Auf zahlreichen Veranstaltungen habe er die Vertriebenen in ihren politischen Anliegen bestärkt und ihnen Mut gemacht und Zuversicht gegeben. Unumwunden forderte er – auch in Prag – die Aufhebung der Benesch-Dekrete. Beckstein, der weiterhin dem Bayerischen Landtag angehört, habe sich außerdem seit langem für ein „Zentrum gegen Vertreibungen“ in Berlin eingesetzt. „Günther Beckstein hat durch seinen Einsatz in schweren und turbulenten Zeiten dazu beigetragen, daß die deutschen Vertriebenen nicht an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden“, resümierte Posselt. Der Europäische Karlspreis wurde von der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Erinnerung an Karl IV., Römischer Kaiser, Deutscher König und König von Böhmen, gestiftet.        PAZ


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