© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 14-09 vom 04. April 2009

MELDUNGEN

Gegen Filz bei Betriebsräten

Hamburg – Um Interessenverfilzung zwischen Betriebsräten und Firmenleitungen zu verhindern, fordert die FDP, den Betriebsräten per Gesetz klare Verhaltensvorgaben zu machen. Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle, sagte gegenüber „manager-magazin.de“: „Die Arbeitnehmer müssen sich darauf verlassen können, daß ihre Belegschaftsvertreter unabhängig, frei von Interessenkonflikten und integer in ihrem Sinne agieren“, und monierte „Koppelungs- und Kungelgeschäfte“ zwischen Managern und Betriebsräten. Die FDP will einen entsprechenden Gesetzesvorschlag rasch in den Bundestag einbringen.                           H.H.

 

Einkommens-Milliardäre

Berlin − Die alte Klage, eine gute Wirtschaftspolitik sei in der Demokratie deswegen so schwer durchsetzbar, weil die Wähler nicht so recht zwischen Millionen und Milliarden unterscheiden könnten, scheint sich zu bestätigen. Während seit Monaten über Millionengehälter und -boni von Bankern geklagt wird, ging die Meldung unter, daß im Bereich der Hedgefonds noch ganz anders verdient wird. Die Manager der vier erfolgreichsten Hedgefonds verdienten im Jahr 2008 tatsächlich Milliarden, also das Tausendfache vieler Spitzenbanker. Der Energiehändler John Arnold („Centaurus Energy“) brachte es auf 1,5 Milliarden US-Dollar, John Paulson schaffte zwei Milliarden. Spitzenreiter war James Simons, der Gründer des Hedgefonds „Renaissance Technologies“. Der 70jährige Mathematiker verdiente 2,5 Milliarden Dollar. Allerdings gelang ihm auch das Kunststück eines Nettogewinns von 80 Prozent im Krisenjahr 2008.        K.B.


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