© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 14-09 vom 04. April 2009

Duften wie Hatschepsut

Mit dem Frühling kommen auch die neuen Düfte auf den Markt. Wer aber etwas auf sich hält, der macht es wie die „Promis“ und kreiert sein eigenes Parfüm. Auf www.MyParfuem.de kann jeder selbst zum Parfumeur werden und seinen persönlichen, zum Charakter passenden Duft entwerfen. Aus einer großen Auswahl von Duftkomponenten, mit über acht Billiarden (!) Kombinationsmöglichkeiten, kann sich jeder ein nahezu garantiertes Unikat schaffen. Die Duftbasen und Zutaten sind dabei so aufeinander abgestimmt, daß bei jeder Parfumkreation ein perfekter Zusammenklang gewährleistet sein und immer ein harmonischer, in sich runder Duft entstehen soll. 

Seit jeher faszinieren kostbare Duftstoffe die Menschheit, und kaum einer kann sich der Magie von Chanel No. 5, Mitsouko von Guerlain oder Opium von Yves Saint Laurent entziehen. Auch schon in der Antike und im alten Ägypten haben sich die Frauen mit schönen Düften umgeben. Die Pharaonin Hatschepsut, die um 1479 vor Christus die Amtsgeschäfte für ihren erst drei Jahre alten Sohn Thutmosis übernahm und bis 1457 mit energischer Hand  regierte, soll sich nicht nur mit einer Aura der Macht umgeben haben. Weihrauch, der Duft der Götter, so vermuten Experten, zählte zu den Duftstoffen ihres Parfums. Genauer wollen es nun Wissenschaftler des Ägyptischen Museums der Universität Bonn wissen. Dort befindet sich ein 12 Zentimeter hoher Flakon, in dem man jetzt eingetrocknete Reste eines Parfums aus der Zeit der Pharaonin fand. Mit modernster Technik hatte man den Flakon durchleuchten lassen und die fünf Millimeter dicke Schicht entdeckt. Nun hoffen die Wissenschaftler, die Zusammensetzung des Parfüms entschlüsseln zu können.

Aber duften wie Hatschepsut — wer will das schon? Ihr Name erinnert eher an ein Erkältungssymptom. SiS


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