© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 24-09 vom 13. Juni 2009

MELDUNGEN

Moskau über Polens Mitschuld

Moskau – Die Mitverantwortung Polens am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wird von Rußland wieder stärker betont. Auf der Internetseite des russischen Verteidigungsministeriums wurde ein Beitrag des Militärhistorikers Sergej Kowalow veröffentlicht, in dem dargelegt wird, ein wesentlicher Kriegsgrund sei gewesen, daß Polen im Frühjahr 1939 Hitlers „gemäßigte Wünsche“ nach einer Rückgabe Danzigs und dem Bau einer exterriorialen Straße nach Ostpreußen abgelehnt habe. Kowaljow führt aus, die Danziger hätten „mehrheitlich eine Vereinigung mit der historischen Heimat“ gewünscht, und: „Wer die Geschichte des Zweiten Weltkrieges erforscht hat, weiß, daß er wegen Polens Weigerung begann, die deutschen Forderungen zu erfüllen.“ Wie eine Moskauer Zeitung berichtete, stößt der Beitrag in der russischen Armee „auf großen Enthusiasmus“. Die Tageszeitung die „Welt“ berichtet indessen auch, Rußlands Ministerpräsident Wladimir Putin beabsichtige, am 1. September zum Gedenken an die Opfer des Weltkrieges nach Danzig zu reisen.          K.B.

 

Schäuble als Festredner

Rheinberg – An diesem Sonnabend findet das 35. Bundestreffen der Landsmsnnschaft der Rußlanddeutschen statt. Die Veranstalter erwarten in der Messe Niederrhein in Rheinberg (Nord-rhein-Westfalen) rund 6000 Teilnehmer. Das Treffen beginnt mit einer Pressekonferenz und einem Gottestdienst, es folgt eine Diskussion mit Christoph Bergner, dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Am Nachmittag sprechen BdV-Präsidentin Erika Steinbach, NRW-Familienminister Armin Laschet und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Ausstellungen und ein buntes Programm für Kinder und Jugendliche runden das Treffen ab.        K.B.


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