© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 24-09 vom 13. Juni 2009

MELDUNGEN / ZUR PERSON

Badeburka auf Staatskosten

Düsseldorf – Nachdem das Oberverwaltungsgericht in Münster Ende Mai entschieden hat, daß muslimische Grundschülerinnen am Schwimmunterricht teilnehmen müssen, überlegt der Ausländerbeirat in Düsseldorf, wie man dies umsetzen kann, ohne die religiösen Gefühle der Betroffenen zu verletzen. Derzeit wird über die Anschaffung von Schwimmanzügen nachgedacht, die mit der islamischen Religion vereinbar sind.   Bel

 

Zum Abtreiben nach Schweden

Stockholm – In Schweden dürfen ungeborene Kinder abgetrieben werden, wenn die Mutter nicht mit dem Geschlecht einverstanden ist. Laut einem Bericht des Schwedischen „Tageblatts“ hat inzwischen ein Abtreibungstourismus zwischen Norwegen und Schweden eingesetzt: Da in Norwegen Abtreibungen nur bis zur zwölften Woche erlaubt sind, man das Geschlecht aber erst danach erfahren darf, reisten immer mehr Schwangere in das Nachbarland − besonders Frauen aus anderen Kulturen. „Wenn eine Frau schon drei oder vier Mädchen hat und aus der Türkei stammt, ist der Druck groß, einen Jungen zu bekommen“, so ein Abtreibungsarzt.             Idea

 

Eine Geschichte wie ein Märchen

Der Lebenslauf des 1932 in der Nähe von Graz geborenen Franz Strohsack, heute als Frank Stronach weltbekannt, liest sich wie eine Geschichte, die man früher über die „unbegrenzten Möglichkeiten“ von Auswanderern erzählte: Aus einer Industriearbeiterfamilie stammend machte Stronach eine Lehre als Werkzeugmacher und arbeitete zunächst im Generatorenwerk von Elin.

1954 entschloß er sich, nach Kanada auszuwandern, wo er tatsächlich als „Tellerwäscher“ begann. Seiner Ausbildung eher entsprechend verlegte er sich dann auf Kfz-Reparaturen, weitete den Betrieb immer mehr aus und nahm schließlich die Erzeugung von Kfz-Teilen auf. Seine Firma fusionierte 1969 mit der börsennotierten Magna Electronics. Es folgte eine rasante Expansion, die indes größtenteils fremdfinanziert war und Anfang der 90er Jahre fast zur Pleite geführt hätte.

Es gelang jedoch, den Betrieb zu stabilisieren und weiter auszubauen. In der Folge kehrte Stronach gleichsam als der „Onkel aus Amerika“ in seine Heimat zurück. Er verlegte seine Europa-Zentrale nach Niederösterreich, kaufte die Reste des einst renommierten Steyr-Daimler-Puch-Konzerns auf und begann an den neuen Standorten mit dem „Assembling“ kompletter Fahrzeuge für Chrysler, BMW und Mercedes. Er betätigte sich auch als großzügiger Sponsor in Kultur, Wissenschaft und Sport, vor allem Fußball, und beschäftigte Ex-Politiker aller Parteien als Berater. Stronachs Privatvermögen wird auf 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Magna, heute der weltweit größte Kfz-Zulieferer, hat 70000 Mitarbeiter – noch ohne Opel.      RGK


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