© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 04-10 vom 30. Januar 2010

MELDUNGEN

Polen wollen Beutekunst

Warschau – Ende 2009 ging durch die Medien, dass Polen und Russland verstärkt über die Rückgabe von Beutekunst verhandeln. Der polnische Nachrichtendienst Polskaweb meldet nun, dass Warschau in den weitgehend geheimen Verhandlungen Russland eine Liste mit Rückgabewünschen übergeben habe. Überwiegend gehe es dabei um Kunstwerke, die 1945 und 1946 von Soldaten der Roten Armee aus Museen des historischen Ostdeutschlands sowie Danzigs entwendet wurden. Da die meisten Stücke erst nach dem 8. Mai 1945 gestohlen wurden, stellt Polen sich auf den Standpunkt, dass es sich um „polnisches Kulturgut“ handele. Unter den geforderten Gemälden soll sich auch das Cranach-Werk „Madonna mit Kind“ aus Glogau befinden.      Bel

 

Neskovic doch gewählt

Berlin – Erst sah es so aus, als würde die Linkspartei keinen Sitz im Parlamentarischen Kontrollgremium (PKG) erhalten. Das geheim tagende, im Jahr 1978 eingerichtete Gremium kontrolliert die drei deutschen Nachrichtendienste Bundesverfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst und Militärischer Abschirmdienst. Im zweiten Anlauf erhielt der Kandidat der „Linken“, der 61-jährige Wolfgang Neskovic, in namentlicher Abstimmung dann aber doch 320 Ja-Stimmen. Aus Sicht der Linkspartei erfüllt der ehemalige Bundesrichter, der bereits Mitglied der Grünen und der SPD war, die fachlichen Voraussetzungen. In dem elfköpfigen Gremium sitzen jetzt vier Abgeordente der Union, drei der SPD, zwei der FDP und je einer von Grünen und Linken. Für die Grünen sitzt der den Geheimdiensten äußerst ablehnend gegenüberstehende ehemalige RAF-Anwalt Hans-Christian Ströbele im PKG.    Bel


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