© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 07-10 vom 20. Februar 2010

Boos spricht eher Jüngere an

Im Herbst werden in Russland viele soziologische Umfragen durchgeführt. Im vergangenen Jahr hat sich im Königsberger Gebiet vieles ereignet, so dass die Bevölkerung genügend Gelegenheit hatte, die Arbeit der Regierung zu bewerten. Darüber hinaus ist der Gouverneur Georgij Boos im Oktober vier Jahre im Amt. Ein Königsberger Umfrageinstitut mit guten Beziehungen zur Gebietsregierung befragte tausende Menschen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Bewertungen sehr auseinander gehen. Der Durchschnittsbürger steht dem Lobbyismus der Mos­kauer Interessen im Königsberger Gebiet und der Niederlassung von Mos­kauer Geschäften ablehnend gegenüber. Deshalb galt eine Frage diesem Problem. 37 Prozent der Befragten antworteten, dass Gouverneur Boos der Region mehr schade als nutze. Dagegen meinten 32 Prozent, dass die Moskauer Herkunft des Gebietsoberhaupts einige Vorteile bringe. Sechs Prozent sagten, dass die Herkunft „ausschließlich nützlich“ sei. Fast ein Drittel der Befragten konnte auf diese Frage keine Antwort geben. 37 Prozent meinen auch, dass die Region eine neue Leitung benötige. Wiederum 36 Prozent sagten, dass der derzeitige Gouverneur unbedingt im Amt bleiben müsse. Auf die Frage einer zweiten Amtszeit des Gouverneurs antworteten 27 Prozent der Teilnehmer unentschieden. Für einen Wechsel an der Spitze sprachen sich 47 Prozent der Rentner aus. Jüngere Befragte waren eher zurückhaltend oder reagierten zustimmend auf die Möglichkeit, dass der derzeitige Gouverneur für eine weitere Amtszeit die Geschicke der Region lenkt.    J.T.


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