© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 19-10 vom 15. Mai 2010

Gewachsene Heimatliebe
Goldenes Ehrenzeichen der Landsmannschaft Ostpreußen für Herbert Monkowski

Herbert Monkowski erblickte am 8. Juni 1934 in Allenstein das Licht der Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlernte er in seiner Geburtsstadt das Tischlerhandwerk. In den beiden Fächern Möbeltischlerei und Schreinerei legte er erfolgreich die Meisterprüfung ab. Monkowski gehörte zu den ersten Aussiedlern. An seinem neuen Wohnort in Meinerzhagen war er bis zur Erreichung der Altergrenze Angestellter der Stadtverwaltung.

Seit mehr als 30 Jahren gehört Herbert Monkowski der Kreisgemeinschaft Allenstein-Land an. In der alten Kreisgemeinschaft war er vor 1989 Orts- und Kirchspielvertreter von Jomendorf und Bertung. Seit der Gründung der neuen, gerichtlich eingetragenen Kreisgemeinschaft Allenstein-Land Ende 1989 ist er Mitglied des Kreistages. Im Jahre 1993 wurde er für kurze Zeit als Schriftführer Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes im Kreisausschuss. Im Anschluss daran widmete sich Herbert Monkowski vorrangig der Arbeit für seinen Heimatort Jomendorf. Alle zwei Jahre veranstaltete er an seinem Wohnsitz in Meinerzhagen das „Jomendorf-Treffen“, das bis zu 300 Heimatvertriebene anzog und stets von hoher Geistlichkeit begleitet wurde, so von den Visitatoren des Ermlandes aus Münster, von Erzbischof und Kardinal Sterzynski aus Berlin und zuletzt, im Jahre 2008, vom neuen Erzbischof von Allenstein. Mehr als 25 Jahre lang, seit dem Beginn der 1980er Jahre, war Herbert Monkowski der Herausgeber der „Jomenpost“, eines Heimatbriefes für sein Kirchspiel Bertung.

Nach dem Rücktritt des langjährigen Kreistagsvorsitzenden Adalbert Graf wählte der Kreistag auf seiner Sitzung vom 28. April 2007 unter zwei Kandidaten mehrheitlich Herbert Monkowski zum neuen Kreistagsvor-sitzenden. Im Anschluss an die Abwahl des damaligen Kreisvertreters auf der Kreistagssitzung vom 26. April 2008 wurde Monkowski schließlich einstimmig zum neuen Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Allenstein-Land gewählt. Dadurch konnte an der Spitze des Vereins endlich wieder Ruhe einkehren. Die Kreisgemeinschaft befindet sich seitdem deutlich im Aufwind.

Viel Energie steckte Herbert Monkowski seit dem Jahr 1981 in die von ihm gegründete „Polenhilfe Meinerzhagen“, mit der er die Not der Menschen in der Heimat Ostpreußen zu lindern versuchte. Seitdem rollten und rollen auch heute noch ungezählte Lastkraftwagen mit Gütern und Medikamenten in das südliche Ostpreußen.

Daneben ist Herbert Monkowski auch Mitglied im BdV, Ortsverband Meinerzhagen, ebenso seit Anfang 1990 Mitglied der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit in Allenstein, daselbst auch Mitglied im Verein der „Freunde der Stadt Allenstein“ und der Borussia Gesellschaft in Allenstein.

Seit seiner Zeit als Kreistagsvorsitzender gibt er viermal im Jahr den „Kreistagsboten“, eine mehrseitige gebundene Informationsschrift für die Kreistagsmitglieder sowie Paten und Partner, heraus. Seit seiner Berufung zum Kreisvertreter war Monkowski mehrmals Referent auf Heimattreffen ostpreußischer Vereine und auf Seminaren. Seitdem ist er auch Redaktionsmitglied des Allensteiner Heimatjahrbuches.

Herbert Monkowski ist seit mehr als 50 Jahren glücklich verheiratet und Vater von zwei ebenfalls verheirateten Töchtern.

Das herausragende Engagent Herbert Monkowskis ist vielfach in Polen  und Deutschland gewürdigt worden. Am 21. Juni 1990 verlieh ihm der Stadtpräsident von Allenstein die „Goldene Verdienstmedaille“ für Verdienste um Ermland und Masuren. Am 9. Dezember 1991 erhielt er aus der Hand des Landrates des Märkischen Kreises das ihm vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz. Auf dem Heimatkreistreffen der Kreisgemeinschaft Allenstein-Land nahm er am 19. September 1992 das ihm vom Sprecher der LO verliehene Ehrenzeichen der LO entgegen. Im Juni 1996 wurde Herbert Monkowski in Würdigung seiner völkerversöhnenden Aktivitäten in den „Internationalen Souveränen Orden des Heiligen Stanislaus“ aufgenommen und vom Fürsthochmeister Graf Julius Novina-Sokolnicki persönlich „zum Ritter geschlagen“. Kurz danach erhielt er von dessen Ordensleitung das Offizierskreuz.

In Würdigung seiner außergewöhnlichen Leistungen und seines überragenden Einsatzes für Ostpreußen und seine Menschen verleiht die Landsmannschaft Ostpreußen Herrn Herbert Monkowski das

Goldene Ehrenzeichen


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