© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 14-11 vom 09. April 2011

MELDUNGEN

Vereint gegen Citymanager

Wolgograd – Erstmals könnte die Regierungspartei „Einiges Russland“ im Herbst dieses Jahres bei der Wahl des Stadtparlaments eine ernsthafte Schlappe einfahren, sollte sie an ihren Plänen festhalten, den vom Volk gewählten Bürgermeister durch einen von der Partei eingesetzten „Citymanager“ zu ersetzen. Laut Umfragen ist die Mehrheit für die Beibehaltung der Wahl des Bürgermeisters. Die Umfragewerte für „Einiges Russland“ sanken auf 32 Prozent Zustimmung. So niedrige Werte hatte die Partei noch nie. Die Oppositionsparteien „Gerechtes Russland“, die Kommunisten und auch die Wolgorader Kosaken stellten sich geschlossen gegen das Vorhaben. In einem von oben bestimmten Citymanager sehen sie lediglich eine Marionette des Gouverneurs.         MRK

 

Goldrausch mit Hindernissen

Raleigh – Das Bundesgericht von North Carolina hat den US-Amerikaner Bernard Nothaus wegen Münzfälschung schuldig gesprochen. Ihm drohen 20 Jahre Haft. Nothaus hatte fast zehn Jahre lang Goldmünzen geprägt, die sich als „Liberty Dollar“ (Freiheitsdollar) großer Beliebtheit erfreuten. Dabei hatte er sich darauf berufen, dass Gold laut Gesetz als offizielles Zahlungsmittel zugelassen ist. Die Notenbank Fed sieht das jedoch anders. Staatsanwältin Anne Tompkins wirft Nothaus „eine einzigartige Form von einheimischem Terrorismus“ vor. Viele Amerikaner indes fürchten angesichts der Schuldenpolitik der Regierung eine Hyperinflation und fordern eine Rückkehr zum 1971 abgeschafften Goldstandard. Seit Gründung der Fed 1913 hat der US-Dollar 96 Prozent seines Wertes verloren. Unterdessen planen 13 Bundesstaaten, Gold und Silber zu gesetzlichen Zahlungsmitteln zu machen.       J.H.


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