© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 35-11 vom 03. September 2011

Zwischenruf
Preußen lebt

Georg Friedrich, Prinz von Preußen, der Chef des Hauses Hohenzollern, heiratete am 25./27. August 2011 Sophie Prinzessin von Isenburg. Der Traugottesdienst wurde dankenswerterweise – gegen den Widerstand linker Rundfunkräte – im Fernsehen von den Sendern RBB, HR und SWR übertragen.

Der Prinz, ein Ururenkel des letzten preußischen Königs und deutschen Kaisers Wilhelm II., verlor schon als Kleinkind seinen Vater, der bei einer Wehrübung tödlich verunglück­te. Seine Mutter, Prinzessin Donata, sowie sein Großvater, Kaiserenkel Prinz Louis Ferdinand von Preußen, widmeten der Erziehung und Bildung des heranwachsenden Prinzen große Aufmerksamkeit.

Das Brautpaar heiratete in der Friedenskirche in Potsdam, die von Friedrich Wilhelm IV. Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut worden war. Rund 650 geladene Gäste, darunter Abordnungen aus dem Hochadel Europas, Gäste aus Israel und Palästina, sowie etliche Tausend Zaungäste verfolgten das Geschehen und gaben dem Ereignis einen würdigen Rahmen.

Das Hochzeitspaar, offen und sympathisch in seinem Auftreten, strahlte Würde aus und ließ erkennen, dass es sich der Verpflichtung bewusst ist, die aus der Geschichte des Hauses Preußen und der Familientradition erwächst.

Schon bei der ökumenischen Trauung trat die sprichwörtliche „preußische Toleranz“ in Glaubensfragen bei eigenem festem Standpunkt zutage. Die Braut kommt aus einem katholischen Fürstengeschlecht. Lob und Dank waren die bestimmenden Elemente des Gottesdienstes. Die beiden den Gottesdienst gestaltenden Geistlichen waren hervorragende Vertreter ihrer Kirchen. Sie nutzten ihre Aufgabe auch zu einer Werbung für ein kraftvolles bekennendes Christentum in Deutschland.

Wilhelm v. Gottberg


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