© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 35-11 vom 03. September 2011

MELDUNGEN / ZUR PERSON

Wirtschaft unerwünscht

Düsseldorf – Der 2010 von der damaligen schwarz-gelben NRW-Landesregierung gestartete Pilotversuch zur Einführung des Schulfachs „Wirtschaft“ wird nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ folgenlos auslaufen. Gewerkschaften und die neue rot-grüne Regierung fürchten demnach, in einem solchen Fach würde „allzu liberales Gedankengut“ verbreitet, heißt es. Der Pilotversuch an 76 Schulen war an den Lehranstalten durchweg positiv aufgenommen worden. H.H.

 

Grüne Männchen für »Klimaschutz«

London – Wie die britische Zeitung „Guardian“ meldet, behaupten US-Wissenschaftler aus dem Umfeld der Nasa, dass ökologisch orientierte Außerirdische die Menschheit angreifen könnten, wenn wir weiterhin unsere Natur zerstörten. Insbesondere die Zusammensetzung der Erdatmo­sphäre sei vom Weltall aus gut zu analysieren. Deshalb müsse die Bekämpfung des „Treibhauseffekts“ verstärkt werden. H.H.

 

Von Beruf Parteipolitiker

Der heutige Doktor der Fernuniversität Hagen wechselte bereits nach einem Jahr Gymnasium an die Realschule. Erst nach der mittleren Reife unternahm Guido Westerwelle einen zweiten Versuch. Im Bundesdorf Bonn klappte es und dort nahm der gebürtige Honnefer denn auch gleich ein Studium auf. Als Studienfach wählte sich der Sohn eines Rechtsanwaltes und einer Richterin jenes der Eltern. Als er 1987 das erste juristische Staatsexamen machte, war er bereits Vorsitzender der von ihm 1980 mit anderen gegründeten FDP-Jugendorganisation Junge Liberale (Julis). 1988 wechselte er bruchlos von der Spitze der Julis in den Bundesvorstand der Freien Demokraten. Dem zweiten juristischen Staatsexamen 1991 folgte drei Jahre später mit der Promotion das Ende der akademischen Ausbildung. Der junge Politiker promovierte bei dem sozialdemokratischen Mitglied des Europäischen Parlaments Dimitris Tsatsos über das „Parteienrecht und die politischen Ju­gend­­or­ga­ni­sa­tio­nen“. Noch im Jahr der Promotion wurde der junge Liberale Generalsekretär seiner Partei. Zwei Jahre später folgte die Wahl in den Bundestag, dem er heute noch angehört. 2001 wechselte der Freidemokrat vom Generalsekretärsposten auf den des Parteivorsitzenden. 2006 übernahm er zusätzlich den Fraktionsvorsitz.

Angela Merkels Wechsel des Koalitionspartners bedeutete für das Land Veränderungen, aber für Westerwelle eine Zäsur. Erstmals übernahm der Parteifunktionär ein Staatsamt und dann gleich in Personalunion das des Außenministers und des Vizekanzlers. Nach der Übergabe des Parteivorsitzes an Philipp Rösler hat der gelernte Parteipolitiker „nur“ noch das Amt des Außenministers. Wie lange noch, ist ebenso die Frage wie, was er danach macht. Der Mann ist noch nicht einmal 50. M.R.


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