© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 35-11 vom 03. September 2011

MEINUNGEN

Der in Barcelona lehrende Wirtschaftshistoriker Hans-Joachim Voth empfiehlt im „Spiegel“ (29. August), dass Deutschland und die übrigen einstigen Hartwährungsländer den Euro verlassen. Für die Schwachen sei das viel zu risikoreich. In fünf Jahren sei die Gemeinschaftswährung sowieso Geschichte:

„Der Euro kann in seiner jetzigen Form nicht überleben. Wir müssen anfangen, die kulturellen Unterschiede in der EU ernstzunehmen. Spanier sind nun einmal nicht Holländer, und Griechen sind keine Deutschen. Wenn es nicht zur Transferunion kommen soll, müssen Länder aus der Eurozone ausscheiden. Technisch machbar ist beides. Einfacher ist es, wenn die starken Länder ausscheren. Für Deutschland wäre es viel leichter als für Griechenland.“

 

 

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler fürchtet bei der Übertragung von Haushaltsrechten an nicht demokratisch gewählte europäische Instanzen um die Grundlagen unseres Gremienwesens:

„Ich wünsche der Angela Merkel und dem Wolfgang Schäuble wirklich alles Gute bei ihrer Euro-Rettung – aber ich wäre halt dankbar, wenn man die Demokratie nicht abschaffen würde dabei.“


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