© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 38-11 vom 24. September 2011

MELDUNGEN

Bush fürchtet Festnahme

Toronto – Der ehemalige US-Präsident George W. Bush hat kurzfristig eine Vortragsreise nach Kanada abgesagt. Dies berichtet das Militärforum „Veterans Today“. Grund ist die von kanadischen Menschenrechtsgruppen vorbereitete Festnahme Bushs. Sie werfen ihm Kriegsverbrechen in Zusammenhang mit den Vorfällen in den Gefangenenlagern Guantanamo und Abu Ghraib vor. Bush sollte trotz massiver Proteste der Studentenschaft am Tyndale University College in Toronto bei einer von dem kanadischen Großinvestor und Milliardär Prem Watsa initiierten Veranstaltung auftreten. Die US-Presse schweigt zu dem Vorgang. J.H.

 

Gezielt Christen angegriffen

Molukken – Die Gewürzinseln der Molukken kommen nicht zur Ruhe. Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder zu Bluttaten von muslimischen Dschihadisten auf christliche Dörfer mit Tausenden Toten gekommen ist, gab es erneut Unruhen, die 70 Verletzte und acht Tote auf der Hauptinsel Ambon forderten. Anlass war der Motorradunfall eines Muslims und das anschließend über SMS verbreitete Gerücht, Christen hätten den Mann umgebracht. Die Polizei rückte mit mehreren Hundertschaften an, um die empörten Volksmassen auseinanderzutreiben. Das zu Indonesien gehörende Inselreich mit seinen 2,1 Millionen Einwohnern ist ethnisch eher mit den Pazifikinseln Melanesiens verwandt und zu 55 Prozent von Muslimen und zu 45 Prozent von Christen bewohnt. Indonesien hatte die Molukken nach dem Zweiten Weltkrieg gegen den Willen der Bevölkerung annektiert und mit der Umsiedlung von Muslimen aus Java auf die acht größten Eilande begonnen. J.F.


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