© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 38-11 vom 24. September 2011

KURZ NOTIERT

Bundesbankforderungen auf neuem Hoch: Die Forderungen der Bundesbank innerhalb des Euro-Raums haben im August um 46 Milliarden Euro zugenommen. Im Rahmen des Target-2-Verrech-nungssystems der Zentralbanken haben die deutschen Forderun-gen in der Euro-Zone zum Ende des Monats August damit den Rekordwert von 402,7 Milliarden Euro erreicht. N.H.

Spanien verstaatlicht weitere Sparkassen: Da mehrere mit faulen Immobilienkrediten belastete spanische Sparkassen offenbar kein neues Eigenkapital von privaten Investoren anwerben konnten, droht weiteren Kreditinstituten die Verstaatlichung. Notenbankchef Miguel Angel Fernandez Ordonez verlangt inzwischen eine Mindestkernkapitalquote von acht Prozent, die jedoch mehrere Sparkassen nicht erreichen. Spanien wird wohl in diesem Jahr weitere acht Milliarden Euro zu den bereits gezahlten zehn Milliarden Euro in die Bankenrettung investieren müssen. Bel

Basel III als „antiamerikanisch“ beschimpft: In den USA regt sich Widerstand gegen die nach der Finanzkrise reformierten, ab 2013 schrittweise in Kraft tretenden, weltweiten Eigenkapitalregeln für Banken. Die unter dem Namen Basel III laufende Verschärfung, die vorsieht, dass Banken Risikoaktiva mit sieben statt wie zuvor vier Prozent Kernkapital unterlegen müssen, wird von Jamie Dimon, Chef der US-Bank JP Morgan Chase, als „offenkundig antiamerikanisch“ bezeichnet. Zudem würde sie US-Banken diskriminieren. Bel

Kapitalflucht wegen ungewisser Zukunft: Im ersten Halbjahr 2011 wurden 31,2 Milliarden US-Dollar aus Russland abgezogen, soviel wie im gesamten Vorjahr. Schuld daran sollen der steigende Ölpreis und das schwindende Vertrauen der Anleger in die russischen Steuergesetze sein. Auf die Wirtschaft wirkt sich das in paradoxer Weise aus: Durch den Abfluss des Geldes sinkt die Inflationsrate, andererseits fehlen Geldgeber für wichtige Projekte in Russland. MRK


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