© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 38-11 vom 24. September 2011

Was Metzler heute empfiehlt

Von der Geldanlage in Gold hält er nicht viel: „Halten Sie lieber Cash!“, also eine Anlage in Tagesgeld. Von Metzler, der seinen erblichen Adelstitel Fried­rich III. verdankt, wehrt sich dagegen, dass den Banken die Schuld für die Finanzkrise gegeben wird. Verantwortlich seien allein die Staaten, die ihre Ausgaben auf Pump finanzieren und Banken, die ohne Eigenkapital marode Staatsanleihen aufkaufen dürften.

Das Bankhaus Metzler, das heute große Vermögen von Privatkunden betreut, verfolgt eine andere Strategie. Metzler rät nach wie vor auch zum Kauf von Bundesanleihen, obwohl damit „mit Sicherheit“ Verluste, bei Einbeziehung der Abgeltungssteuer und der Inflation, produziert würden. Die Bonität des Emittenten, die Unterscheidung zwischen guten und schlechten Schuldnern, sei heute wie zu allen Zeiten das wichtigste Kriterium. Doch genau diese Bonität Deutschlands steht auf wackligen Beinen, wenn immer größere Rettungsschirme für verschuldete EU-Staaten geplant werden. Daher rät von Metzler seinen Kunden zur Anlage in Substanzaktien wie BASF, Siemens oder Nestle. Von „Spekulation“ und kurzsichtigem Gewinnstreben hält der erfahrene Bankier auf Grund der Familienerfahrung von 337 Jahren nichts. H.B.


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