© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 38-11 vom 24. September 2011

Nur im Kreuzworträtsel
Selten wird nach ostpreußischen Städten gefragt

Ich rate gerne Kreuzworträtsel. Und ihre Vielzahl in manchen Illustrierten wie auch vereinzelt in Zeitungen und anderen Blättern zeugen davon, dass es viele Menschen gibt, die dies tun.

Bei langen „Sitzungen“ in Wartezimmern und beim Friseur macht es mir auch Spaß, kleine Lücken zu füllen, die von anderen Ratern mangels Wissen hinterlassen wurden. Offengeblieben waren einmal sechs Felder und mit noch keinem einzigen Buchstaben versehen zu der Frage „Stadt an der Memel“.

Für mich war das keine offene Frage, da es sich um meine Geburtsstadt handelte. Mit kräftigem Druck trug ich dort „Tilsit“ ein. Dann aber habe ich nicht weiter geraten. Ich begann, mich zu wundern. Denn in zurückliegenden Jahren ist mir schon in manch einem Rätsel die Frage „Stadt an der Memel“ untergekommen, mit nur der Lösungsmöglichkeit Tilsit. Das werden mir Rätselfreunde bestätigen können.

Es freut mich sehr, dass der Name unserer Stadt in den Rätseln der Gegenwart noch der alte ist. Der Name, den sie trug, als wir noch in ihr lebten. Hannelore Patzelt-Hennig


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