© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 38-11 vom 24. September 2011

In Kürze

Ausstellung über einen Satz

Ich liebe dich!“ Es gibt Sätze, die alles riskieren und nur selten eine zweite Chance erhalten. „Wenn ich Dich lieb habe, was geht’s Dich an?“, erklärt Goethes Philine selbstbewusst Wilhelm Meister, während sich Schillers Franz Moor plump verrät: „Ich liebe dich, wie mich selbst, Amalia!“ Eine Ausstellung im Deutschen Literaturarchiv Marbach heftet sich den Spuren an die Fersen, die das „Ich liebe dich!“ im Archiv hinterlassen hat. Sie folgt seinen Ausformungen und Auswirkungen, seinen trivialen und originellen, hohlen und intensiven Variationen. Wie ist dieser Satz immer noch und immer wieder zum ersten Mal möglich? 66 + 6 Beispiele, von Goethe bis Gernhardt: eine kleine Geschichte von drei Worten, die immer wieder an Grenzen führen – der Grammatik, der Gesellschaft, der Geschlechter, der Sprache, der Literatur oder auch der Liebe selbst. „Mit diesem Satz ist das endgültige Bekenntnis da. Darüber hinaus geht es nicht“, so die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff über „Ich liebe Dich“ im die Ausstellung begleitenden Marbacher Magazin. PAZ

Die Ausstellung im Deutschen Literaturarchiv Marbach, Schillerhoehe 8-10, ist bis zum 28. Januar 2012 dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen, Eintritt 9 / 7 Euro.


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