© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 39-11 vom 01. Oktober 2011

MELDUNGEN

CSS-Technologie abgelehnt

Berlin – Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Bodenspeicherung von Kohlenstoffdioxid (CO2) wurde von den Ländern abgelehnt. Die bestehenden Restrisiken hatten für einen großen Widerstand in der Bevölkerung gesorgt. Deswegen wollte außer Brandenburg kaum eines der Länder eine derartige Anlage auf seinem Gebiet haben. Die Regierung und die Europäische Union jedoch sehen die sogenannte CSS-Technologie weiterhin als Hoffnung im Kampf gegen den angedrohten Klimawandel. Aber auch die Stromkonzerne haben ein Interesse am Bau dieser Anlagen, schließlich müssten sie dann weniger Geld für den Ankauf von CO2-Emissionszertifikaten bezahlen. Allerdings kostet der Bau dieser unterirdischen Lager ebenfalls Milliarden. M.J./Bel

 

Einlagen bald weniger gesichert

Berlin – Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) plant den Schutz für Erspartes ihrer Kunden zu reduzieren. Bisher ist jeder Kunde mit maximal 1,5 Millionen Euro abgesichert. Dieser Betrag soll bis 2025 in drei Stufen auf 437500 Euro gesenkt werden. Da die meisten Kunden nicht so viel Geld bei einer einzelnen Bank hätten, sei dieser Schritt symbolischer Art, so der BdB-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Massenberg. Der Schritt diene dazu, das System der freiwilligen Einlagensicherung glaubwürdiger zu machen. Doch auch nach der Reform werde die Untergrenze 2025 immer noch höher sein als die gesetzlich garantierten 100000 Euro pro Kunde und Bank. Allerdings bezweifeln Experten bereits, ob die gesetzliche Absicherung im Falle einer Ban-kenkrise als Folge der Euro-Krise glaubwürdig ist angesichts der Bürgschaften, die der deutsche Staat bereits für andere EU-Staaten übernommen hat. M.J./Bel


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