© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 13-12 vom 31. März 2012

MELDUNGEN / ZUR PERSON

Rassismus unter Weißen

Chatham – Wegen des Vorwurfs, seinen Nachbarn rassisch verfolgt zu haben, ist ein Brite zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht in der Hafenstadt Chatham (Kent) sah es als erwiesen an, dass der Mathematiklehrer Geoffrey Butler einen Deutschen und dessen britische Ehefrau wegen Nachbarschaftsstreitigkeiten über Jahre hinweg mit dem lauten Abspielen von Kriegsreden Churchills und dem Zeigen des „Hitler-Grußes“ gequält habe.           CR

 

»Deutsche stehlen Sonne«

Athen – „Sie stehlen uns die Sonne, und wir freuen uns auch noch darüber.“ Mit diesen Worten kommentierte die griechische Zeitung „To Pontiki“ Verhandlungen zwischen Deutschland und Griechenland über den Aufbau von deutschen Solarkraftwerken in Hellas. Das Projekt ist ein erster Baustein eines Programms, das die griechische Wirtschaft wieder flott machen soll. Wie zu sehen ist, stoßen selbst Investitionen auf giftige Ressentiments.           H.H.

 

Die Frau im Bunde

Der wertekonservative und deshalb eher Merkel-kritische Flügel der CDU beginnt sich im Berliner Kreis zu institutionalisieren. Vorletzten Donnerstag haben etwa 20 Abgeordnete aus Bund und Ländern bei einer Zusammenkunft eine Dreierspitze damit beauftragt, die Arbeit des Kreises zu koordinieren. Dieser Dreiergruppe gehört außer dem ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzenden des Innenausschusses des Bundestages Wolfgang Bosbach und dem Vorsitzenden des CDU-Bezirksverbandes Württemberg-Hohenzollern Thomas Bareiß auch eine bislang eher weniger bekannte Bundestagsabgeordnete an: Gitta Connemann. Die Ostfriesin hatte bereits dazugehört, als Angehörige des Berliner Kreises sich vergangenen Monat mit CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe im Konrad-Adenauer-Haus trafen und jener jedweder innerparteilichen Fraktionsbildung eine klare Absage erteilt hatte.

Während Bosbach mit Jahrgang 1952 eher den älteren und Bareiß mit Jahrgang 1975 eher den jüngeren Teil der Bevölkerung repräsentiert, liegt Connemann mit ihren 48 Lenzen fast genau dazwischen. In Ergänzung des Innenpolitikers Bosbach und des Wirtschaftspolitikers Bareiß hat sie eher sozialpolitische Arbeitsschwerpunkte. Nach dem Abitur hat sie eine Lehre als Schuhverkäuferin gemacht und nach dem anschließenden Jurastudium war sie als Rechtsanwältin angestellt. Sie kennt aber nicht nur die Arbeitnehmerseite. So war sie ab 1995 Syndika bei einem Arbeitgeberverband und 2001 hat sie sich als Rechtsanwältin selbstständig gemacht. Das Vorstandsmitglied des Parlamentskreises Mittelstand der Unionsfraktion sitzt seit 2002 für den Wahlkreis Unterems im Bundestag.           M.R.


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