20.10.2021

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08.01.00 Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 08. Januar 2000


Die ostpreußische Familie
Lewe Landslied,

nun haben wir also das Jahr mit den drei Nullen, und bei uns hat sich nuscht geändert, die Ostpreußische Familie läuft weiter wie gehabt. Und so habe ich auch etwas "Altlast" aus dem vergangenen Jahr mit hinüber genommen und will sie gleich loswerden, ehe die Wunschkes mich vorwurfsvoll ankucken.

In diesem Jahr wird anläßlich seines 100. Geburtstages des ostpreußischen Schriftstellers Paul Brock besonders gedacht. Zu diesem Anlaß erstellt sein Schwiegersohn, Dr. Helmuth Hecker, eine Biographie des in Pagulbinnen geborenen Schriftstellers mit einer möglichst lückenlosen Auflistung seiner veröffentlichten Arbeiten. Und da Paul Brock nicht nur große Romane, durch die er weit bekannt wurde, geschrieben hat sondern auch Novellen, Essays, Spiele, Landschaftschilderungen und vieles mehr, ist das kein leichtes Unterfangen. Wir haben uns einmal zusammengesetzt und dabei festgestellt, mit welch einer großen Zahl von Beiträgen Paul Brock in Anthologien, Kalendern, Broschüren und Zeitschriften vertreten ist, die bisher überhaupt erfaßt wurden. Nun fragt Herr Dr. Hecker, ob jemand den Essay-Band "Versunkene Welt" aus dem Jahr 1951 besitzt und ihm diesen zur Verfügung stellen würde. Ferner ist er an allen Buchveröffentlichungen seines Schwiegervaters interessiert, die Familie besitzt lediglich die Brock-Romane "Der Strom fließt" und "Die auf den Morgen warten". Auch Hinweise auf relativ unbekannte Veröffentlichungen interessieren den Biographen. Wie immer bei Büchern: Erst schreiben, dann nach Absprache zusenden! (Dr. Helmuth Hecker, Rantzaustraße 58 in 22041 Hamburg.)

Nur ein Buch sucht Helga Rosin, aber dieses dringend, weil sie es für ihre Familienforschung benötigt. Es handelt sich um das Buch "Natangen, Landschaft und Geschichte" von Emil Johannes Gutzeit. Wer hat’s? (Helga Rosin, Am Galgenfeld 14 in 71665 Vaihingen/Enz).

Auf unserm letzten "Familienseminar" im Ostheim in Bad Pyrmont überreichte mir mein Landsmann Christian Unterberger dankenswerterweise ein Exemplar des zweiten Bandes "Ostpreußens Rinder und ihre Zuchtstätten", in dem auch "Westpreußens Rinder und ihre Zuchtstätten" enthalten sind. Der 1980 von der Ostpreußischen Herdbuchgesellschaft e. V. und der Danzig-Westpreußischen Herdbuchgesellschaft e. V. herausgegebene 674 Seiten starke Band, eine umfassende Dokumentation unserer heimischen Viehzucht, ist noch in einigen Exemplaren erhältlich. Er dürfte nicht nur für Archive interessant sein, sondern auch für Landsleute, die sich mit der Erstellung von Orts- und Familienchroniken befassen. Wer Interesse an diesem Buch hat, wende sich an Christian Unterberger, Sandhorst, Schulstraße 22 in 26603 Aurich.

Das war also unser Start in das neue Jahr, Jahrzehnt, Jahrtausend. Natürlich war das längst nicht alles, was sich in den letzten Tagen des alten Jahres angesammelt hat, vor allem gibt es wieder eine pralle Mappe mit Suchanziegen, und so ist wieder eine Extra-Familie fällig. Dank möchte ich allen Leserinnen und Lesern für die vielen Weihnachtswünsche und Neujahrsgrüße sagen, wenn nur ein Teil der Wünsche in Erfüllung ginge, wäre ich glücklich. Warscht lebe – warscht sehne!

Eure

Ruth Geede