18.06.2024

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15.01.00 Zum 80. Geburtstag des Ehrenvorsitzenden Georg Schiller

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 15. Januar 2000


Die Schloßberger verdanken ihm viel
Zum 80. Geburtstag des Ehrenvorsitzenden Georg Schiller

Bremen – Der Ehrenvorsitzende der Kreisgemeinschaft Schloßberg (Pillkallen), Georg Schiller, der sich 28 Jahre lang als Vertreter für die Kreisgemeinschaft einsetzte, feiert am 18. Januar seinen 80. Geburtstag.

Im Kreis Schloßberg geboren, begann Georg Schiller nach dem Besuch der Volksschule eine Ausbildung zum Landwirt im elterlichen Betrieb. 1937 wurde er Soldat und 1943 krankheitshalber aus dem Wehrdienst entlassen. Anschließend war er als Landwirtschaftsgehilfe im elterlichen Betrieb tätig. Im August 1944 mußte der Schloßberger infolge der Kriegsereignisse die Heimat verlassen. Die Flucht führte ihn über Niederschlesien in den Kreis Flensburg, wo er als Landwirtschaftsgehilfe arbeitete. Durch Teilnahme an Lehrgängen der Niedersächsischen Heimvolkshochschulen bildete sich Schiller weiter und wurde im August 1950 als Betreuer jugendlicher Flüchtlinge aus der SBZ, schließlich als Hauptfürsorger im Grenzdurchgangslager Friedland eingesetzt. Seit Oktober 1963 war Schiller beim Jugendamt Bremen tätig und wurde als Sozialinspektor in das Beamtenverhältnis übernommen. Mit Erreichen der Altersgrenze schied Schiller im Januar 1985 als Amtsrat aus dem öffentlichen Dienst aus. Georg Schiller ist seit 1944 mit Frau Irmtraut, geb. Reichel, verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

Seit 1953 betreute Schiller die Jugend der Kreisgemeinschaft Schloßberg, wurde in den Kreisausschuß und 1971 zum Kreisvertreter gewählt. Ein besonderes Anliegen war ihm die Patenschaft des Landkreises Harburg und der Stadt Winsen (Luhe) mit der Kreisgemeinschaft Schloßberg, die seit 1954 besteht. Es ist dem tatkräftigen Schloßberger gelungen, diese Patenschaft mit Leben zu füllen und ein ausgezeichnetes Verhältnis zum Landkreis Harburg und der Kreisstadt Winsen aufzubauen. 1990 beschloß der Kreistag unter Schillers Leitung, humanitäre Hilfe für den Kreis Schloßberg zu leisten. Der erste Hilfstransport der bisher insgesamt 43 wurde bereits im Januar 1991 durchgeführt.

Sehr hoch ist die redaktionelle Tätigkeit von Georg Schiller einzuschätzen, die von seiner Frau tatkräftig unterstützt wurde. Von 1975 bis 1997 gestaltete er den Heimatbrief der Kreisgemeinschaft. 1984 erschien der Bildband "Der Grenzkreis Schloßberg (Pillkallen) im Bild", den Schiller zusammenstellte. Mit diesem Werk, das sich auch als Nachschlagewerk sehr gut eignet, hat sich der Jubilar ein Denkmal gesetzt.

Von 1979 bis 1998 führte Georg Schiller mit großem Engagement jährlich zwei Ostpreußenfahrten durch. Dabei stellte er 1775 Reiseteilnehmern seine Heimat vor. Außerdem begleitete er dreimal Gruppenreisen für Landsleute nach Australien und Neuseeland. Durch eine Einladung zum "Peter und Paul-Fest" 1997 knüpfte Georg Schiller mit der litauischen Stadt Kudirkos-Naumiestis, der Nachbarstadt von Schirwindt, neue Kontakte, die er im vorigen Jahr anläßlich der Einweihung des deutschen Soldatenfriedhofs in Kudirkos-Naumiestis weiter ausbauen konnte.

All diese Aktivitäten wurden mit der Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens der Landsmannschaft Ostpreußen 1979 und der Verdienstmedaille des Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland 1988 gewürdigt.

Die Kreisgemeinschaft gratuliert dem Ehrenvorsitzenden und dankt für seinen steten Einsatz für die ostpreußische Sache herzlich. Die preußischen Tugenden wie Pflichterfüllung, Bescheidenheit und Ehrlichkeit haben ihm Kraft und Stärke für diesen Einsatz gegeben. Die Kreisgemeinschaft hofft und wünscht, daß Georg Schiller mit seiner Fachkompetenz und Erfahrung noch lange der Kreisgemeinschaft als Ratgeber zur Seite steht.
Arno Litty