25.10.2021

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05.02.00 Briefe an die Redaktion:

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 05. Februar 2000


Briefe an die Redaktion:

Nichts überstürzen

Betr.: Folge 3/2000 – "Droht der CDU das Aus?"

Der Aufmacher "Droht der CDU das Aus?" von Hans Georg Münster ist berechtigt, dessen Überlegungen aber typisch für die seit Jahrzehnten agierenden Meinungsmacher der "Vierten Gewalt" in unserer Republik stehen. Einige Parteigrößen treiben "Schindluder" mit dem guten Ansehen ihrer eigenen Partei, freilich, in ihren Gedanken natürlich nur für den "Vorteil ihrer Partei" gedacht. Aber, vorbei an Recht und Gesetz. Berechtigter Anlaß für Medienschaffende anzuprangern, eigene Meinungen einzuflechten und alles so hochzuspielen, bis zur Frage "Aus für die CDU?". 640 000 CDU-Mitglieder (ich nicht!), die allesamt enttäuscht, erschüttert sind. Weil einige "Leithämmel" aus ihrer Parteiliebe und Machtbefugnis ungesetzliche, eigenmächtige Handlungen vollzogen, kann man doch einer großen staatspolitischen, verdienten Partei nicht ihr "Aus" proklamieren.

Daß es den meisten Medienschaffenden mittlerweile am objektiven Denken mangelt, beweisen sie, wie sie den Kohl-Parteinachfolger Dr. Wolfgang Schäuble gleich mit in den Abgrund stürzen wollen. Dr. Schäuble hat als Parteivorsitzender von einem Schreiber DM 100 000 entgegengenommen, hat sie gleich an seine Schatzmeisterin weitergegeben, also in die richtigen Hände. Korrekte Handlung. Drei Jahre später liest Schäuble einiges über diesen dubiosen Schreiber, erinnert sich an den Spendenempfang, läßt sich von der Schatzmeisterei Spendenabgabe bestätigen. Als Absicherung seiner Korrektheit. Welche Verwicklungen man diesem untadeligen deutschen Politiker dann in meist linksdralligen Artikeln und Kommentaren "hineinstrickte", hat meistens die Grenzen der Presse- und Meinungsfreiheit für jeden Staatsanwalt überschritten. Aber GG-Artikel 5 gilt ja längst nur für die Medienmacht, nicht für den Souverän der Politik.

Karl Seeger, Butzbach/Hessen

 

Dank an Kohl

Betr.: Leserzuschrift Folge 50/99 – "Kriminelle Energie"

Der von Ihnen gebrachte Artikel hat mich als langjähriger Leser des Ostpreußenblattes sehr aufgewühlt und empört. Den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl in eine Ecke mit Kriminellen zu stellen ist doch ein starkes Stück und eine Verleumdung. Spenden zu sammeln ist zunächst für sich genommen eine ehrbare Tat, die in Zeiten knapper Kassen von sehr vielen politischen und auch kirchlichen Organisationen gemacht wird, weil ohne solche Zuwendungen viele unserer humanitären, gesellschaftlichen und auch sportlichen Tätigkeiten heut nicht mehr möglich sein würden. Daß die Art und Weise, wie unser ehemaliger Bundeskanzler die rechtmäßig erhaltenen Spendenbeträge hat verbuchen lassen, nicht richtig war, darüber besteht kein Zweifel. Deshalb unterscheiden wir Menschen doch immer noch sehr fein, was kriminell ist, nämlich z. B. sind es Diebe und Mörder. Wir sollen froh und dankbar sein, daß wir Helmut Kohl hatten, in dem wir Ostpreußen stets einen Fürsprecher für unsere Interessen fanden, besonders in einer Zeit, wo über uns als Revanchisten und "Ewiggestrige" hergezogen wurde und noch wird. Alfred Schiedat, Hamburg

 

Des Alt-Kanzlers neue Kleider

Von dem lebenden Denkmal Kohl fallen die "Kleider des Kaisers", und hinter dem gewichtigen "Patriarchen" mit der Sprengkraft einer geballten Ladung Schlaftabletten erscheint ein eiskalter Pate, der Deutschland an seine in- und ausländische Ehrenwerte Gesellschaft zur Ausbeutung freigegeben hat. Wenn dem auch nicht so ist, so hat die Wirklichkeit doch verdammt viel Ähnlichkeit damit!

Ironie der Geschichte: Aus ein paar lumpigen Millionen Mark, die der Pate für seine Parteifreunde nicht einmal dem Steuersäckel entnahm, wird dem Dicken ein Strick gedreht, während ihm Hunderte von Milliarden Mark (u. a. Gutmachungen, verlorene Kredite) für seine ausländischen Freunde seltsamerweise nicht angekreidet werden. Da erhebt sich die Frage, warum Mafia-Millionen stinken und Steuer-Milliarden für Mafiosi nicht stinken? Ob das wohl etwas mit Tributen, Tabus oder gar Politik zu tun haben mag? Denn Geld spielt in der Politik offenbar keine Rolle. Ganz anders ist es bei viel Geld! – Oder wenn keins mehr da ist. Es ist soweit. Aber sonst ist Kohl ein ehrenwerter Mann!

Darüber hinaus hat dieser Pate entgegen seinem Amtseid dem deutschen Volk noch so einige Schäden zugefügt, als da u. a. sind: 1. Aufgabe der deutschen Ostgebiete über die Köpfe der Betroffenen hinweg im Wert von unbezahlbar. Die Japaner geben ihre vier kleinen Inseln nicht auf. Auch das geht! Aber sonst ist Kohl ein ehrenwerter Mann. 2. Mit verantwortungslos vergentscherten Milliarden hat der Pate immer mehr Begehrlichkeiten bis hin zu unendlichen und erpresserischen Forderungen herausgefordert.

Was diese gekauften Freunde in der Not wert sind, werden wir bald erfahren, wenn wir von den steigenden Zinsen unserer (nicht Kohls) Schulden stranguliert werden. Und ein zusätzlicher Generationen-Konflikt bahnt sich an, wenn sowohl unsere Enkel und die der Gutmenschen als auch die Enkel der Einwanderer diese Schulden von irgendwelchen Opas begleichen und weiter Tribute entrichten sollen. Aber sonst ist Kohl ... 3. Entgegen den Ratschlägen ab 1986 (Der Rote Stern verglüht) traf Kohl keine Vorbereitungen für die von ihm unerwünschte Wiedervereinigung. Er wurde vom Volk zum "Kanzler der Einheit" jubelnd gezwungen, sonst wäre er gehonneckert worden. Durch sein Versagen (blühende Landschaften aus der Portokasse) sowie mafiose Politik entstanden Schäden in Billionenhöhe u. a. durch gekonnte Fehlplanungen, Korruption und Vereinigungskriminalität. Aber sonst ist Kohl ... 4. Nachhaltige Schäden hat der Pate auf Antifa-Kurs mit der geistigen und moralischen Wende zur Entwertung der Werte und zur Verdammung der Deutschen zum "auserwählten Volk des Bösen" vollbracht. Von diesem Bösen und dessen Schuld haben sich die Gutmenschen scheinheilig losgesagt. Wenn diese "deutschen" Deutschenhasser weiterhin so Haß säen und noch einige andere Volksgruppen hier mit der Balkanisierung anstecken, dann könnte die Revolution wieder aufleben mit Rufen wie: "Wir sind das Volk! Deutschland, einig Vaterland! Laßt es uns vollbringen!" Das könnte ein ehemaliges Denkmal Kohl auch wieder nicht verhindern! Aber sonst ist Kohl ein ehrenwerter Mann, denk’ mal an!

Heinz-Dietrich Koske, Hilden

 

Keine Ablenkungsmanöver!

Betr.: Folge 3/2000 – Glücksfall Kohl / "Der Sumpf wird immer tiefer"

War unser Altkanzler Dr. Helmut Kohl nicht der Mann, durch dessen Wirken die Vereinigung möglich wurde, die die Freiheit bewahrte und sie 17 Millionen Deutschen brachte, unter dem der Frieden in Europa erhalten blieb und die russischen Truppen abgezogen sind. Wir wollen einmal ehrlich sein und eingestehen, daß hierzu das deutsche Volk im Osten beigetragen hat. Wenn es nicht gegen die Unterdrückung mit dem Ruf "Wir sind das Volk" aufgetreten wäre, hätte es zu keiner Vereinigung kommen können. Er , der große Deutsche, hat nur die Stunde genutzt. Dies alles, heißt es weiter, wegen lächerlicher zwei bis drei Millionen, das seien doch Peanuts. Da liegt der Unterschied, denn Kohl hat mit Millionen, man könnte meinen bestochen.

Wozu dienten denn die schwarzen Kassen? War Kohl der große Glücksfall für Deutschland? Diesem Hochjauchzen muß widersprochen werden. Kohl hat nur mit Geld regiert, er hat auch mit seinem Außenminister Genscher dem Parlament die Unwahrheit gesagt, als es um die Oder-Neiße-Grenze ging, also der sogenannten polnischen Westgrenze, und wofür Herr Genscher als Judaslohn den hohen polnischen Orden erhielt. Das war ein hochpolitischer Fehler, und wer sagt denn, daß da die Millionen keine Rolle spielten? Wer will da von Kohl und Genscher ablenken? Sie haben die Grenzziehung verspielt und das Parlament hintergangen. Hier wäre noch viel mehr zu nennen. Warum wurde nichts mehr in Richtung deutscher Osten unternommen, obwohl das möglich gewesen wäre, wollte man den Polen noch mehr deutsches Land zuschustern, frage ich mich heute. Wie wurde Deutschland mit den schwarzen Kassen regiert? Was kommt da noch auf uns zu? Was haben wir noch von Herrn Kohl zu erwarten?

R. R. Joh.-Kurt Heinscher, Frankenberg

 

Jetzt muß man handeln

Meines Erachtens ist es an der Zeit und dringend notwendig:

1. zu überlegen, was die derzeitige Staatsform unserem deutschen Land gebracht hat: Zänkereien zwischen den Parteien sowie Unsummen verschwendeter Gelder durch Parteien-Apparate sowie durch falsche Investitionen. Eine Partei behindert die andere Partei, nur um ein fragwürdiges Ansehen herauszuschinden. Das deutsche Volk und seine Interessen bleiben leider zu oft auf der Strecke.

2. zu überlegen, was an die Stelle der Parteien-Wirtschaft gestellt werden könnte. Eine Antwort wäre: partei-unabhängige Fachleute anstelle von Ministern. Allen anhängigen Fachbereichen wie Wirtschaft, Finanzen, Recht, Ausland, Inneres, Familie, Bauwesen, Soziales usw. müssen erprobte, bestausgebildete Männer/Frauen vorstehen. Jedes Amt in 2- bis 3facher Besetzung für internen Austausch. Deutschland hat genug Männer/Frauen, die mit Weitblick und Kenntnis die Interessen des Volkes wahrnehmen können – eine Volksvertretung im wahrsten Sinne des Wortes. Anstelle der Partei-Wahlen sollten bedeutende Veränderungen oder Gesetze vom ganzen Volk durch Befragung bestätigt werden. Manches wäre heute anders.

3. zu überlegen, wie gehandelt werden muß. In drei Jahren wird gewählt! Ein Gremium sollte vorbereitende Arbeit leisten für das Personelle. Es ist an der Zeit. Deutschland ist ein kranker Patient. Da sind Männer/Frauen gefragt, die mit ihrer ganzen Kraft und großem Verantwortungsbewußtsein sowie absoluter Ehrlichkeit unser deutsches Land und Volk regieren. Erna Lange, Pfalzgrafenweiler

 

Spitze des Eisbergs

Es ist erstaunlich, mit welchem Aufwand an moralischer Entrüstung plötzlich der Sumpf um die schwarzen Kassen aufgewühlt wird. Dabei sind diese Affären doch nur symptomatisch für das längst offenkundige Denken und Tun der kurz zuvor noch Hochverehrten und des von ihnen propagierten "politisch korrekten" Systems. Wir sehen die Spitze eines Eisbergs dessen, was trotz hehren Gelöbnisses dem deutschen Volk an Schaden angetan wird.

Ehe und Familie wurde ein besonderer Schutz zugesprochen. Tatsächlich aber trieb man Kinderreiche weiter ins Abseits, sah tatenlos dem zunehmenden Verfall der Familie und der Geburtenverweigerung mit allen Folgen zu.

Man gab sich entrüstet über die Abzockerei durch die EU und führte gleichzeitig den Euro bei unkalkulierbarem Risiko ein. Gleichzeitig wurde der eigene Arbeitsmarkt durch blindes Vertrauen auf Europäisierung und Globalisierung weiter unter Druck gesetzt.

Trotz der Erkenntnis, daß Deutschland kein Einwanderungsland ist, nahm man klammheimlich eine Verdoppelung der Ausländerzahl hin mit überbordenden Kosten und steigender Kriminalität.

Unsere Volksvertreter fühlen sich vorrangig den angeblich staatstragenden Parteien, die sich den "Staat zur Beute" gemacht haben, verpflichtet und richteten sich beliebig nach dem Zeitgeist und den Erwartungen "unserer Freunde".

Dr. med. Bonifaz Ullrich, Blieskastel

 

Ehrenwerte Herren

Betr.: Folge 4/00 – "... diese ehrenwerten Herren"

"So are they all, those honorable men – so sind sie alle, diese ehrenwerten Herren". Das Zitat aus dem lesenswerten Beitrag von Peter Achtmann bezieht sich nicht auf Britannien.

Es stammt aus Shakespeares Drama "Julius Cäsar" und bezieht sich auf die Cäsar-Mörder im antiken Rom. Nach der Ermordung tritt der getreue Cäsar-Anhänger Mark Antonius vor die Römer und will den Toten beerdigen. Da Brutus und seine Freunde noch in der Stadt sind und die Oberhand haben, kann und darf Mark Antonius sie nun in seiner Totenrede nicht direkt angreifen. Daher stellt er den Taten von Cäsar die Behauptungen der Mörder, Cäsar sei ein raffgieriger Diktator gewesen, gegenüber – was aber stimmt? Da läßt Shakespeare den Mark Antonius sagen, daß "natürlich" Brutus und seine Freunde mit ihren Verleumdungen recht haben, denn sie alle seien ja ehrenwerte Herren. Im Original heißt es dann: "For Brutus is an honorable man; So are they all, all honorable men."

Die Römer aber verstehen, was ihnen Mark Antonius sagen wollte: Hier die guten Taten Cäsars, dort die Lügen der "ehrenwerten Herren". Das Volk wendet sich ab von den Cäsar-Mördern, die Hals über Kopf aus der Stadt fliehen müssen. Ralf Loock, Frankfurt (Oder)

 

Politik à la France

Betr.: Hinweise auf Wahlkampffinanzierung für Helmut Kohl aus Frankreich

Zweimal sorgten im 20. Jahrhundert fremde Mächte für die Einsetzung einer ihren Interessen entsprechenden politischen Führungsschicht in Deutschland. 1918 geschah dies auf indirektem und 1945 auf direktem Weg. Wie konsequent, einschneidend und erfolgreich der zweite dieser Eingriffe war, der mit der Umerziehung der Deutschen auch deren Bewußtsein in der gewünschten Weise veränderte, zeigt die seither den Interessen der Siegermächte entsprechende und auf Verdrehung historischer Fakten beruhende Bonner Politik. Die nun vorliegenden Hinweise auf die mögliche Finanzierung des Wahlkampfes eines Exponenten dieser Politik durch eine nachweislich nicht am Wohlergehen Deutschlands interessierte Macht können nur diejenigen überraschen, denen die seit 1945 bestehenden Rahmenbedingungen der deutschen Politik nicht bekannt sind.

Dr. phil. Walter Dumbsky, Erlangen