28.10.2021

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26.02.00 Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 26. Februar 2000


Die ostpreußische Familie:
Lewe Landlied,

es ist schon großartig, was manche Landsleute für die Erhaltung unserer Heimat leisten. So ganz im stillen, und manchmal erfährt man es erst, wenn man direkt angeschrieben wird. Wie im Falle von Dr. Wolfgang Klein, der mir zu der Veröffentlichung über das erste ostpreußische Ortssippenbuch (Albrechtsdorf) schrieb, daß auch er sich mit der Heimat beschäftigt: Dr. Klein hat über 56 000 Ortsnamen gesammelt. Da eine reine Tabellenform für den Leser ermüdend sei, hat er von den ost- und westpreußischen Kreisen einen kurzen geschichtlichen Überblick mit eingearbeitet. Eine große Anzahl von meist farbigen Bildern und Tabellen ergänzen den Text. Es sind 10 Bände für die Kreise mit den evangelischen Kirchspielen seit Beginn der Besiedlung und zusätzlich vier Bände (historische Ortsnamen in Tabellenform) für die Regierungsbezirke geworden. Diese Bände mit einer Gesamtzahl von 3600 Seiten hat das Kulturzentrum Ostpreußen in Ellwangen als Unikat erhalten. Die Dokumentation dürfte vor allem für die Erstellung von Chroniken hilfreich sein. (Dr. Wolfgang Klein, Bergstraße 7 in 79739 Schwörstadt.)

Es gilt eben, noch vorhandene Werte für unsere Nachkommen zu retten – das ist auch die Meinung und das Streben von Ursula Gehm, die in jedem Jahr für ihre "Ehemaligen" der Schülervereinigung der Friedrich-Wilhelm-Oberschule Schloßberg (Pillkallen) einen Schüler-Heimatbrief herausgibt. Der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge hat auf dem Schloßberger Kirchhof einen deutsch-russischen Soldatenfriedhof errichtet. Frau Gehm war im August 1998 bei der Einweihung des von der deutsch/russischen Jugendgruppe für Kriegsgräberfürsorge – unter Leitung von Elisabeth und Erhard Schmelz – ausgezeichnet gestalteten Soldatenfriedhof dabei. Nun kam ihr die Idee, etwas über den alten Pillkaller/Schloßberger Kirchhof zu schreiben. Ihre Foto-Materialsuche verlief leider bisher ergebnislos, nur Aufnahmen von dem Heldenfriedhof sind vorhanden. Es fehlen aber Fotos von Familiengräbern sowie von der früheren Leichenhalle. In diesem Zusammenhang ist Frau Gehm auch an Fotos aus dem ganzen Kreisgebiet interessiert. Wer besitzt noch alte Aufnahmen und stellt sie Frau Gehm für ihre Dokumentation zur Verfügung? (Ursula Gehm, Neißenweg 60 in 74523 Schwäbisch Hall)

Fotos sucht auch unser Landsmann Arno Schmidt, der 1934 in Seeckshof im Kreis Wehlau geboren wurde. Aber das ist alles, was er von seinem Heimatort weiß, seine Eltern kann er leider nicht mehr fragen. Nun hofft er, daß unsere Familie ihm Auskünfte über Seeckshof geben kann, denn sicher leben noch ehemalige Nachbarn. Und ganz besonders würde er sich über Fotos freuen, damit er sich ein Bild über seinen Geburtsort machen kann (Arno Schmidt, Erftstraße 20 in 41238 Mönchengladbach).

Ein Bild von der Samlandküste bei Tenkitten im Ostpreußenblatt hat Gertrud Bischof sehr interessiert, denn da genau steht seit drei Jahren das neue St. Adalbert-Kreuz. Frau Bischof war im vergangenen Jahr dort und hat mir eine Aufnahme zugesandt. Nun möchte sie gerne noch Bilder von dem ersten, 1831 errichteten eisernen Kreuz haben, das bis 1945 dort stand. Es erinnerte an den Opfertod des Missionars Adalbert von Prag im Jahre 997. "Ich bin gespannt, wer dieses schöne Fleckchen Ostpreußenerde noch kennt und sich bei mir meldet", schreibt sie. Sicherlich einige Landsleute, denn das Kreuz galt als ein beliebtes Wanderziel an der westlichen Samlandküste (Gertrud Bischof, Freiherr-vom-Stein-Straße 31 in 91126 Schwabach.)

Eure

Ruth Geede