28.10.2021

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26.02.00 Jugendarbeit der LO sichern

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 26. Februar 2000


Jugendarbeit der LO sichern
Leistungsträger der jungen und mittleren Generation stehen für Kontinuität

An diesem Wochenende haben langjährige Leistungsträger der ostpreußischen Jugend in Berlin-Friedenau den "Bund Junges Ostpreußen in der Landsmannschaft Ostpreußen" (BJO) gegründet.

Im Vorfeld dieser Vereinsgründung hat sich die Landsmannschaft Ostpreußen e.V. (LO) von ihrer Jugendorganisation, der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen (JLO), getrennt. Diese war zuletzt von nicht landsmannschaftlich, sondern allgemeinpolitisch orientierten Fundamentalisten und zum Teil radikalen und nicht mehr auf der Grundlage des Grundgesetzes stehenden Kräften schleichend unterwandert worden. Eine Beziehung zu der heimatverbliebenen Jugend hat der jüngste JLO-Bundesvorstand ebensowenig, wie das Ostpreußenlied zu dem von ihm gepflegten Liedgut gehört. Zu den Gründungsmitgliedern des BJO gehören u. a. die ehemaligen JLO-Bundesvorsitzenden Rüdiger Stolle, Bernhard Knapstein und René Nehring. Weitere Gründungsmitglieder des BJO entstammen noch der Gemeinschaft Junges Ostpreußen (GJO) und gehören der mittleren Generation der ostpreußischen Heimatvertriebenen an, darunter auch Dr. Jürgen Danowski, Bundesvorstandsmitglied der Landsmannschaft Ostpreußen.

Alle Gründungmitglieder waren sich einig: Die Zukunft der ostpreußischen Jugend liegt in der engen Anbindung an die Landsmannschaft, nicht aber in einem unausgegorenen allgemeinpolitischen Sektierertum fern der heimatpolitischen Realität. Der Weg ist die Integration, nicht die Isolation. Die Zielerreichung setzt mehr Qualität als Quantität voraus.

Der BJO bekennt sich zum Gründungsgedanken der JLO gemäß dem "Würzburger Bekenntnis" von 1991 und den Grundsätzen der LO. Seine Mitglieder bekennen sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung Deutschlands und machen die unveräußerlichen Menschen- und Volksgruppenrechte sowie die nationale und internationale Rechtsordnung zur Grundlage ihres Handelns. Damit verpflichten sich die Mitglieder des BJO zur aktiven Jugendarbeit für Ostpreußen in einem friedlichen Miteinander aller Beteiligten, unabhängig insbesondere von der nationalen Zugehörigkeit. In der kulturellen und heimatpolitischen Ausgestaltung der Jugendfreizeiten, der Seminare und Schulungen gewährleistet der BJO das Bekenntnis zur ostpreußischen Heimat, zu den Grundsätzen der Landsmannschaft Ostpreußen und sichert so den Nachwuchs und damit den Fortbestand der Landsmannschaft und ihrer Untergliederungen. Der BJO steht damit inhaltlich und personell in der Tradition und Kontinuität der LO. Eine im Vergleich zu den Vorjahren noch engere Anbindung der Jugend an die Landsmannschaft findet im Vereinsnamen und in verschiedenen Punkten der neuen Satzung und der Geschäftsordnung, aber insbesondere auch in der sichergestellten Qualität der Mitglieder ihre Grundlage. Form und Inhalte des BJO berücksichtigen damit die verschiedenen positiven und negativen Erfahrungen der Gründungsmitglieder aus der Jugendarbeit in den vorangegangenen Jahren.

Bis zur konstituierenden Bundesversammlung wurden zum Vorsitzenden René Nehring und zu stellvertretenden Vorsitzenden Rüdiger Stolle und Bernhard Knapstein sowie zum Schatzmeister Uwe Faesel gewählt. Der Vorstand hat noch im Rahmen der Gründungsversammlung die Planungen für den Veranstaltungskalender des Jahres 2000 vorgenommen und dabei insbesondere die Vorbereitungen für die Präsentation der Jugend auf dem Deutschlandtreffen der Ostpreußen in Leipzig getroffen. Die landsmannschaftliche Jugendarbeit wird damit ohne größere Unterbrechung fortgesetzt.

Der "Bund Junges Ostpreußen in der Landsmannschaft Ostpreußen" wird in Kürze beim Bundesvorstand der Landsmannschaft Ostpreußen die Aufnahme als Jugendorganisation beantragen.

Bernhard Knapstein

Stellvertretender Vorsitzender

Berlin, 13. Februar 2000