28.10.2021

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
26.02.00 Friedrich Wilhelm von Batocki †

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 26. Februar 2000


Friedrich Wilhelm von Batocki †

Wiesbaden – Am 5. Februar verstarb im hohen Alter von 92 Jahren Friedrich Wilhelm von Batocki aus Bledau im Kreis Fischhausen. Die Ostpreußische Herdbuch-Gesellschaft e. V. verliert mit ihm eine herausragende Persönlichkeit und ein langjähriges Vorstandsmitglied. Vor allem nach der Vertreibung aus der Heimat hat er sich in großartiger Weise für die Belange der Herdbuch-Gesellschaft und seiner Mitglieder eingesetzt.

Die Familie von Batocki gehörte 1882 zu den Gründern der Herdbuch-Gesellschaft und war auch in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg als Züchter mit dem Betrieb Darienen ein Begriff. Von dort kamen sogar zweimal deutsche Rekordkühe; neben vielen anderen Erfolgen auf Ausstellungen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG).

Friedrich Wilhelm von Batocki hat in seiner Eigenschaft als Jurist maßgeblich mitgewirkt, als es um die Anerkennung der Altersversorgung vieler ehemaliger Angestellter und auch des Vermögens der Herdbuch-Gesellschaft ging, die in einem Prozeß erzwungen werden mußte. Beides, sowohl die private Altersversorgung und auch das Vermögen, wurde anerkannt und kam den noch lebenden Mitarbeitern zugute. Mit der Entschädigung des Vermögens konnten schließlich die beiden Bände "Ostpreußens Rinder und ihre Zuchtstätten" von Dr. Hans Bloech herausgeben werden, die die so großartige Arbeit der ostpreußischen Züchter und der Herdbuch-Gesellschaft dokumentieren.

Im Sinne echter preußischer Pflichtauffassung hat der Verstorbene an allen Sitzungen des Vorstandes mit großem Engagement und klaren Worten teilgenommen, zuletzt mit über 90 Jahren im Herbst 1998 in Ellingen. Die Ostpreußische Herdbuch-Gesellschaft hat Friedrich Wilhelm von Batocki viel zu verdanken und wird ihm ein besonders herzliches und ehrendes Andenken bewahren. W. Brilling