20.10.2021

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
18.03.00 Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 18. März 2000


Die ostpreußische Familie
Lewe Landslied

es nützt nuscht, ich muß auch in unsere kleine Spalte einige Suchfragen nach Verwandten und Freunden einbringen. Dabei habe ich ja gerade eine Extra-Familie mit großen Suchwünschen gefüllt, aber immer noch sind eine Menge da. Nun meine ich, daß die Fragen nach Gedichten, Büchern, Liedern eher warten können als die Suche nach – vor allem älteren – Menschen, denn die Zeit eilt. Gehen wir also auf Spurenfindung.

Sigrid Roth, geb. Tobies, sucht schon seit langem ihren Cousin Heinz General aus Waldau, Kreis Samland. Er hatte sich nach dem Krieg bei ihrer Cousine Gertrud Gross in Herborn-Dillenburg gemeldet, dann nie wieder. Seine Schwester heißt Hannelore. Frau Roth wurde 1939 in Willmanns, Kreis Labiau, geboren, später wohnte die Familie in Steinau (Gut), nach Kriegsende bis Oktober 1948 in Lablacken. "Es wäre schön, wenn sich jemand aus dieser schweren Zeit melden würde!" schreibt Frau Roth und wünscht sich auch Zuschriften von ehemaligen Steinauern. Und in erster Linie natürlich Hinweise auf ihren Vetter. (Sigrid Roth, Am Steinbrunnen 6 in 63571 Gelnhausen.)

Schulfreundschaften halten mitunter ein ganzes Leben, und wenn sie zertrennt wurden, bleibt doch immer der Wunsch des Wiedersehens. So sucht Gisela Risler ihre Freundin aus der Allensteiner Luisen-Schule, mit der sie 1944 das Abitur gemacht hat: Dora Groß, geb. Borrmann, aus Liebstadt. Diese wohnte in Allenstein bei einer Fleischerfamilie Strohmeyer o. ä. Die beiden Freundinnen waren auch zusammen im RAD-Lager Flammberg, Kreis Ortelsburg. In die gleiche Klasse der Luisen-Schule ging Brigitte Dannaker, geb. Hinzmann. Vielleicht meldet sich eine von den ehemaligen Mitschülerinnen? (Gisela Risler, Bradeweg 11 in 25875 Schobüll.)

In die Schulzeit zurück führt auch der Wunsch von Frau Pistorius. Sie sucht Inge Erdmann aus Keipern, Kreis Lyck, deren Vater Lehrer an der Schule war. Emil Erdmann kam 1948 aus russischer Gefangenschaft zurück und fand in Dessau-Roßlau seine beiden Kinder Inge und Günter. Er wurde Schulinspektor an der Oberschule in Zerbst und lebte 1969 in Gardelegen. Da er damals 73 Jahre alt war, kann er heute nicht mehr leben, aber vielleicht seine zweite Frau. Sohn Günter ist auch verstorben, von Inge weiß Frau Pistorius nichts, weder ob sie geheiratet hat, noch wohin sie verzogen ist. Sie müßte heute 70 Jahre alt sein. Frau Pistorius liegt nicht nur aus persönlichen Gründen an einer Meldung, denn Ende April/Anfang Mai findet ein Keiper Schultreffen im Ostheim in Bad Pyrmont statt. (Erna Pistorius, Kleingartenweg 16 in 44892 Bochum.)

Auch Frieda Wermke, geb. Klein, sucht die liebste Freundin aus ihrer Jugendzeit in Preußisch Eylau, von der sie leider schon 1933 getrennt wurde. Liesbeth Daht wurde etwa 1912 als Tochter des Schmiedemeisters Koralus in Görken geboren. Sie wohnte zuletzt in Roditten und hatte um 1940 einen kleinen Sohn. Da Liesbeth mehrere Geschwister hatte, hofft die heute 88jährige Frau Wermke, die aus Pompicken, Kreis Preußisch Eylau stammt, auf eine Nachricht aus dem Kreis der Familie Korallus. (Frieda Wermke, Rudolf-Breitscheid-Straße 17 in 15562 Rüdersdorf.) Ihr Sohn fügt dem Wunsch seiner Mutter noch einen eigenen hinzu: Für die Familienforschung sucht er Nachkommen seiner Urgroßeltern Friedrich Wilhelm Wermke, * 1842 in Kalgen bei Königsberg, und Wilhelmine Wermke, geb. Bartel, * 1843 in Neu Park bei Kreuzburg. (Dieter Wermke, Potsdamer Ring 11 in 15711 Königs Wusterhausen.)

Eure
Ruth Geede