28.10.2021

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15.04.00 Landesdelegiertentagung in Hessen mit Rückblick und Ausblick

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 15. April 2000


Vertreibung endlich thematisiert
Landesdelegiertentagung in Hessen mit Rückblick und Ausblick

Gießen – Bei der Landesdelegiertentagung der Landesgruppe Hessen trafen sich 45 Teilnehmer in der Gießener Kongreßhalle, um Rechenschaft abzulegen über ihre Arbeit im vergangenen Jahr. Begrüßt wurden sie von der Landesvorsitzenden Anneliese Franz.

Der Landesbeauftragte für die deutschen Heimatvertriebenen in Hessen, Rudolf Friedrich (MdL), gab zunächst einen Bericht über seine Arbeit. Er ist vom Ministerpräsidenten beauftragt, der Landesgruppe bei ihren Aufgaben zu helfen. Früher seien Daten und Begebenheiten totgeschwiegen worden, doch in der Regierungserklärung von Ministerpräsident Koch sei das Kapitel Vertreibung endlich aufgegriffen worden. Für Rudolf Friedrich bedeute das zwar eine Menge Arbeit, die er jedoch gern erledige und die ihm Spaß bereite. Ein besonderer Schwerpunkt sei hierbei die Eingliederung der Spätaussiedler.

In bewegenden Worten nahm Gerhard Schröder anschließend die Totenehrung der Gefallenen sowie der bei der Flucht Umgekommenen vor. Dieter Schetat gratulierte Anneliese Franz namens aller Delegierten zu ihrem kürzlich begangenen 80. Geburtstag und überreichte ihr einen großen Blumenstrauß sowie einen wunderschönen Wandteppich mit gestickten Motiven.

Die so Geehrte gab Auskunft über die Veranstaltungen der Landesgruppe und hielt Vorschau auf die Landeskulturtagung im September in Wiesbaden. Die Landesobfrau der Westpreußen, Waltraud von Schaewen-Scheffler (Kassel), berichtete von dem Höhepunkt des Jahres 1999, der Gedenkveranstaltung zum 50jährigen Bestehen der Landsmannschaft Westpreußen, die im würdigen Rahmen in der Aula des Schlosses in Münster stattfand. Des weiteren berichtete sie von weiteren Veranstaltungen im abgelaufenen Jahr, die wegen des Entzugs der finanziellen Unterstützungen seitens der Bundesregierung überwiegend zu eigenen Lasten gingen. Die Landesfrauenleiterin Karla Weyland berichtete von vielen Aktivitäten, z. B. der Frauenstudienfahrt im Juli durch Ost- und Westpreußen. Der Kassenbericht der Landesschatzmeisterin Gundborg Hoffmann gab darüber hinaus einen Überblick über die Finanzlage, die keinen Anlaß zum Jubeln gibt.

Die Kurzberichte aus den einzelnen Kreisgruppen, die von zahlreichen Veranstaltungen auf hohem Niveau geprägt waren, bestätigten abschließend, daß die Arbeit der Gruppe von den Landsleuten dankbar aufgenommen wird. G. M.