28.10.2021

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27.05.00 Jahresmitgliederversammlung der Freunde des Ostpreußischen Jagdmuseums

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 27. Mai 2000


Weitere Exponate in Aussicht gestellt
Jahresmitgliederversammlung der Freunde des Ostpreußischen Jagdmuseums

Lüneburg – Aus Anlaß der diesjährigen Jahresmitgliederversammlung der Freunde des Ostpreußischen Jagdmuseums Wild, Wald und Pferde e. V. trafen sich in schöner Tradition bereits am Vormittag viele Mitglieder im Ostpreußischen Landesmuseum zu einer Führung mit dem Direktor Dr. Ronny Kabus. Zur Begrüßung hatte sich die Bläsergruppe der Jägerschaft des Kreises Lüneburg eingefunden, die für die neuen Mitglieder und die Besten aus der Jägerprüfung 1999 ihre Hörner erklingen ließ. Der Vorsitzende des Vereins der Freunde, Joachim Rudat, überreichte im Anschluß Jostenbänder mit Vereinsabzeichen an die neuen Mitglieder, die er gleichzeitig vorstellte.

Nach dem Mittagessen begann dann die Jahresversammlung im großen Saal der Lüneburger Kronenbrauerei. Joachim Rudat hieß alle herzlich willkommen, besonders Dr. Barbara Loeffke, Vorsitzende des Fördervereins, die auch ein Grußwort sprach, sowie Prof. Bloech, der zur Zeit als Dozent für Management an der Königsberger Universität lehrt, Hubertus Hilgendorff, Vorsitzender des ehemaligen Trägervereins und Vertreter der Ostpreußischen Kulturstiftung, Museumsdirektor Ronny Kabus, den Ehrenvorsitzenden Dr. Klaus Hesselbarth sowie die Mitglieder der Ostpreußischen Landesvertretung. Lobend erwähnte Rudat die kleine Ausstellung von Gerhard Fischer, aus dem Kreis Labiau stammend, der gerade ein Buch mit dem Titel "Ostpreußische Frauen und Männer im Dienste der Landwirtschaft" herausgegeben hat.

Aus dem Bericht von Hubertus Hilgendorff als Vertreter des bisherigen Trägervereins und der jetzigen Kulturstiftung ging u. a. hervor, daß der Verein der Freunde bisher Förderungen im Werte von 730 000 DM für den Trägerverein geleistet hat, die in dessen Eigentum übergegangen sind. Mit Sorge sprach er über die neue Konzeption der Bundesregierung und informierte über eventuelle Museumszusammenlegungen, über einen Erweiterungsbau, der noch nicht vom Tisch sei, und über die Notwendigkeit des Kulturzentrums Ostpreußen in Ellingen als Archiv.

In seiner kurzen Ansprache bedankte sich Dr. Kabus für die im Jahr 1999 angeschafften Exponate für das Museum und hoffte, daß auch in diesem Jahr weitere seiner Wünsche erfüllt werden können. Joachim Rudat betonte in seinem Bericht, daß in der derzeitigen unsicheren Situation unbedingt Mittel für die Zukunftssicherung der ostpreußischen Kultureinrichtungen angespart werden müssen, und appellierte an die Mitglieder, hier ihr Bestes zu tun. Dennoch sollen auch in Zukunft weitere Exponate beschafft werden. Nach dem Bericht des Schatzmeisters beantragten die Kassenprüfer die Entlastung des Vorstandes, die einstimmig erfolgte. Es schloß sich eine Aussprache über die Situation der ostpreußischen Kultureinrichtungen an, wobei die umstrittene Haltung von Staatsminister Michael Naumann eine wichtige Rolle spielte. Ilse Rudat