17.10.2021

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17.06.00 LO-Kulturabteilung und Landesgruppen stellten sich vor

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 17. Juni 2000


Das Salz in der Suppe
LO-Kulturabteilung und Landesgruppen stellten sich vor

Was wäre ein Deutschlandtreffen der Ostpreußen ohne die Ausstellungen der LO-Kulturabteilung? Wenn auch nicht mehr ganz "frisch", gehören sie doch dazu wie das Salz in der Suppe. "Elisabet Boehm und die Landfrauenbewegung" gab Einblicke in das Leben und Wirken der Rastenburgerin, die vor gut 100 Jahren den ersten Landwirtschaftlichen Hausfrauenverein Deutschlands gründete. Interessant für die Besucher waren vor allem die Bilder aus ihrem Privatleben: Wie sich doch die Zeiten ändern!

Neben dem Elch ist es wohl vor allem der Weißstorch, der für die Ostpreußen eine ganz besondere Rolle spielt. Eine Bilderdokumentation informierte über Verbreitung und Lebensraum wie auch über die Bedeutung des Adebars im Leben der ostpreußischen Bevölkerung. 1934 noch das storchenreichste Gebiet Deutschlands, ist der Weißstorch nach einer langen Durststrecke heute wieder in Ostpreußen zahlreich vertreten. Den Reigen der LO-Präsentationen rundete die Ausstellung über die Volksabstimmung am 11. Juli 1920 in Ostpreußen ab. Auch 80 Jahre danach bleibt die Bedeutung dieser Abstimmung unbestritten, ist sie doch Beispiel für eine politisch und verwaltungstechnisch gelöste Durchsetzung der Selbstbestimmung der Völker. Betrachter, deren Wissensdurst zu den dargebotenen Themenbereichen und darüber hinaus geweckt wurde, konnten diesen an Hand des reichen Angebots der LO-Arbeitsbriefe stillen.

Mit dem Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg und dem Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen präsentierten sich die beiden Einrichtungen der Ostpreußischen Kulturstiftung. Sie sind Garant dafür, daß das ostpreußische Kulturerbe im Bewußtsein der breiten Öffentlichkeit bleibt. Ein Besuch dieser sollte gerade in Zeiten unsicherer finanzieller Förderung durch die öffentliche Hand Pflicht eines jeden Heimatverbundenen sein.

Beinahe "Rücken an Rücken" standen die imposanten, ausgestopften Elchköpfe des Landesmuseums und der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen. Die größte Landesgruppe innerhalb der LO ließ, auch wenn sie in diesem Jahr kein "Heimspiel" hatte, es sich wiederum nicht nehmen, an einem repräsentativen Stand ihr vielfältiges Engagement in der heimatpolitischen Arbeit vorzustellen. Klar, daß auch die Gelegenheit zum Füllen der "Kriegskasse" genutzt wurde. Das Angebot an kuscheligen Plüschelchen, Armbanduhren etc. fand regen Zuspruch, wie auch das kleine Café des landsmannschaftlichen Nachwuchses. Einige Gäste fühlten sich gar so wohl, daß sie spontan ihre Musikinstrumente auspackten und die ohnehin gute Stimmung (gab es wirklich nur Kaffee?) mit ihren musikalischen Einlagen noch steigerten.

Mit Thüringen und nicht zuletzt Sachsen waren zudem zwei "jüngere" Landesgruppen der LO mit einem eigenen Stand vertreten. Während die "Gastgeber" vorwiegend einen Querschnitt der Arbeiten ihrer Frauengruppen vorstellten und dabei neben dem Verkauf der Handarbeiten auch eindrucksvoll ihre verschiedenen Handarbeitstechniken demonstrierten, hatten die jetzt in Thüringen lebenden Landsleute sich hauptsächlich dem Thema "Vogelwarte Rositten" gewidmet. Maike Mattern