20.10.2021

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22.07.00 BLICK NACH OSTEN

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 22. Juli 2000


BLICK NACH OSTEN:

Wojwodina droht Belgrad

Neusatz – Vertreter der oppositionellen "Wojwodina-Koalition" ließen am 10. Juli in Neusatz (Novi Sad) verlauten, es sei nur eine Frage der Zeit, bis sich Montenegro von der Bundesrepublik Jugoslawien abtrenne. Die habsburgisch geprägte und bis 1918 zu Ungarn gehörende Wojwodina müsse dann ebenfalls ihren eigenen Weg gehen, proklamierte die in der Provinz einflußreiche "Koalition". Auch eine etwaige neue Regierung könne den völligen Zerfall der serbischen Nation nur verhindern, wenn sie die 1990 von Milosevic abgeschaffte Autonomie der Wojwodina wiederherstelle.

Berlin schockt Schlesier

Oppeln – Der deutsche Aussiedlerbeauftragte Jochen Welt (SPD) hat bei einem Besuch in Oppeln angekündigt, daß in Zukunft der Woiwode des Bezirks Oppeln sowie das Marschallamt (Amt des regionalen Sejm-Präsidenten) an der Verteilung der bundesdeutschen Hilfen für die Landsleute in Oberschlesien aktiv beteilgt werden soll. Wie die Zeitschrift "Schlesien heute" in ihrer Juli-Ausgabe berichtet, sei sich die Bundesregierung nach Angaben Welts bewußt, daß diese Entscheidung zu erneuten Auseinandersetzungen zwischen den deutschen Volksgruppenvertretern und Berlin führen werde.

Ukrainische Armeereform

Kiew – Die Ukraine will innerhalb der nächsten fünf Jahre den Militärumfang um 40 000 Mann auf eine Stärke von 370 000 Soldaten verringern. Damit solle dem grundlegenden politischen Wandel in Europa sowie den NATO-Reformen Rechnung getragen werden, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Außerdem sind bis 2005 die Abschaffung der Wehrpflicht und der Aufbau einer Berufsarmee geplant. Bereits bis Ende nächsten Jahres sollen gemäß den Verpflichtungen aus dem START-I-Vertrag die letzten 15 der einst 44 strategischen Atombomber und Langstreckenraketen sowie 354 der zu Sowjetzeiten 1400 Marschflugkörper in der Ukraine zerstört sein. Die Kosten hierfür tragen die USA.

"Euro"-Wirbel in Riga

Riga – Die millionenfach von der Münchner Firma Giesecke & Devrient gedruckten mangelhaften 100-Euro-Banknoten haben auch in Lettland für Aufregung gesorgt. Denn das gleiche Unternehmen hatte die lettischen Lat-Geldscheine hergestellt und außerdem im März dieses Jahres von der Regierung den Zuschlag für den Druck der neuen lettischen Personalausweise und Reisepässe bekommen. Die Zentralbank in Riga beeilte sich mit einer Erklärung, daß die Banknoten der Baltenrepublik nicht durch einfache Farbkopien gefälscht werden könnten.