28.10.2021

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29.07.00 BLICK NACH OSTEN

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 29. Juli 2000


BLICK NACH OSTEN

Rumänen statt Inder

Bukarest/Berlin – Rumänische Informatik-Spezialisten können ab 1. August legal in der Bundesrepublik Deutschland arbeiten. Wie das rumänische Ministerium für Arbeit und Sozialschutz am 5. Juli bekanntgab, werden sie in das deutsche Programm zur Deckung des Fachleutemangels im Informatikbereich einbezogen. Es sieht vor, daß zunächst 10 000 Experten aus Nicht-EU-Staaten angeworben werden.

Esten büffeln Französisch

Paris/Reval – Die französische Regierung hat sich in der ersten Julihälfte dazu verpflichtet, ein Französisch-Programm für estnische Diplomaten zu organisieren. Nachdem das Außenministerium der Baltenrepublik im Januar angeordnet hatte, daß alle estnischen Diplomaten auch Grundkenntnisse des Französischen als einer der offiziellen Sprachen der Europäischen Union erlernen müssen, soll die Pariser Unterstützung die Umsetzung des Vorhabens bis Ende 2002 ermöglichen. Darüber hinaus hoffen die Esten auf Finanzhilfen aus dem Phare-Programm der EU.

Ärger um Zarendenkmal

Sofia – Mit Empörung ist in Bulgarien die Ankündigung des halbstaatlichen israelischen Jewish National Fund aufgenommen worden, ein Denkmal für den bulgarischen Zaren Boris III. zu beseitigen. Zur Begründung wird auf neue israelische Forschungsergebnisse verwiesen, denen zufolge der König dem Abtransport von mehr als 11 000 makedonischen und thrakischen Juden ins KZ Treblinka im Jahr 1943 untätig zugesehen habe. Außerdem kritisieren die Israelis, daß Zar Boris III. den im März 1941 erfolgten Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt Deutschland, Italien und Japan unterstützt habe. Sein Denkmal in Israel war nach dem Krieg auf Betreiben bulgarischer Juden errichtet worden, die den Monarchen für dessen Beitrag zu ihrer Errettung ehren wollten.