25.10.2021

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05.08.00 Kurzbiographie: Erich von Drygalski

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 05. August 2000


Kurzbiographie: Erich von Drygalski

Erich von Drygalski wurde am 9. Februar 1865 in Königsberg als Sohn eines Gymnasialdirektors geboren. Von 1882–1887 studierte er in Königsberg, Bonn, Leipzig und Berlin Geographie, Mathematik und Naturwissenschaften. In Leipzig war er Schüler von Ferdinand von Richthofen, dem er 1896 nach Berlin folgte. Von 1888–1891 wurde er Assistent am Geodätischen Institut in Potsdam, wo er auch promovierte. In den Jahren 1896–1898 leitete er die beiden von der Berliner Gesellschaft für Erdkunde veranstalteten Expeditionen an der Westküste Grönlands. Dann erwarb er die Lehrbefähigung in Berlin, wurde 1899 Professor für Geographie und Geophysik an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin und war schließlich 1906–1934 Inhaber des Lehrstuhls für Geographie an der Universität München. 1901–1903 leitete Drygalski die deutsche Südpolarexpedition mit dem Forschungsschiff Gauß. Darüber und über seine Grönlandexpedition hat er in umfangreichen wissenschaftlichen Werken berichtet, ebenso in seinem 1904 erschienenen Buch "Zum Kontinent des eisigen Südens". Erich von Drygalski war Mitglied der bayerischen Akademie der Wissenschaften und Inhaber des bayerischen Maximilianordens. Der "Gaußberg" und eine Insel an der Ostantarktis "Drygalski-Insel" erinnern an sein Wirken. Eine große Festschrift wurde ihm zu Ehren 1925 an seinem 60. Geburtstag in München herausgegeben. Er starb am 10. Januar 1949 in München im Alter von 84 Jahren. Erich von Drygalski gehört zu den bedeutendsten deutschen Polar- und Meeresforschern des 20. Jahrhunderts.