20.10.2021

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12.08.00 Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 12. August 2000


Die ostpreußische Familie

Lewe Landslied,

wo ist das Sommerloch? Ich denke nicht an das Wolkenloch, das der Himmel uns endlich einmal bescheren könnte, damit die Sonne ihrer Sommerpflicht genügt – nein, ich meine die ruhigen Wochen, in denen Briefe, Anrufe, Faxe und neuerdings auch E-Mails spärlicher kommen. In unserer Ostpreußischen Familie ist jedenfalls nichts davon zu verspüren, im Gegenteil: Es mag an den vielen Erfolgen liegen, die unser Leserkreis auch nach außen trägt, daß es keine Flaute gibt. Also nuscht wie ran!

Wer weiß etwas über Vitalis Schulz, geb. am 12. 9. 1902 in Ostpreußen? Das sind spärliche Angaben, zumal der Nachname ja nicht gerade selten ist, aber der Vorname könnte hier weiterhelfen. Fest steht, daß Vitalis Schulz den Zweiten Weltkrieg überlebt hat. Wer weiß Näheres über sein Leben bis zu seinem Umzug 1978 und ist bereit, diese Informationen weiterzugeben? Diese werden selbstverständlich auf Wunsch vertraulich behandelt. Ich kann aus bestimmten Gründen diese Suchbitte nur so knapp formuliert weitergeben. Zuschriften bitte an Monika Bergmann, Fischerstraße 20 in 89250 Senden.

"Nach vielen vergeblichen Versuchen ist nun die Ostpreußische Familie meine letzte Hoffnung, die Familie, Detzkies aus Klausmühlen, Kreis Memel, zu finden", schreibt Rudi Albrecht. Detzkies waren staatenlos und haben auf dem Gut Klausmühlen gearbeitet. Sie wohnten gegenüber dem Gasthaus Jurgau. Tochter Erna besuchte mit Rudi Albrecht zusammen bis 1943 die Schule in Klausmühlen. Vielleicht weiß jemand etwas über das Schicksal der Familie Detzkies? (Rudi Albrecht, Küllenhahner Straße 30 in 42349 Wuppertal.)

Auch Gerhard Bartel setzt auf unsere Familie. Seit Jahren sucht er vergeblich seinen Jugendfreund Günter Anderleit. Der 1928 Geborene war bei der Marine-HJ und begeisterter Seemann. Zuletzt wohnte er bei seinen Eltern in Königsberg, Claaßstraße 7a. Gerhard Bartel, der die Burgschule besuchte, war bei der Lehrerin i. R. Klara Kühl, Beeckstraße 1a, in Pension. Die Ferien verlebte Gerhard zusammen mit seinem Freund Günter auf dem elterlichen Gut in Heinrichstal, Kreis Treuburg. Zum letzten Mal sahen sich die Freunde am 15. Februar 1945 im Königsberg. Wer weiß etwas über das Schicksal des damals 16jährigen? (Gerhard Bartel, Dr. Ludwig-Straße 11, Goßmannsdorf, 97461 Hofheim.)

Nachdem eine Suchmeldung von Jens Ammermann in unserer Familienspalte erfolgreich gewesen war, bat ihn ein Bekannter, seinen Wunsch an uns weiterzuleiten. Helmut Runge sucht seine Jugendfreundin Ursel Maier, geboren in der zweiten Hälfte der 20er Jahre, aus Königsberg. Sie wohnte mit ihrer Familie in einer Gartensiedlung, wahrscheinlich bei Rothenstein, und arbeitete als Näherin beim Heereszeugamt. Herr Runge lernte Ursel Maier 1944 in Königsberg kennen. Als er im Lazarett Maraunenhof lag, besuchte sie ihn dort, später auch im Reservelazarett am Kanonenweg. Dort sahen sie sich am 29. Januar 1945 zum letzten Mal, da am nächsten Tag das Lazarett geräumt wurde. Alle bisherigen Versuche, Ursel Maier ausfindig zu machen, schlugen fehl. Da sie mehrere Geschwister hatte, könnte der Suchwunsch vielleicht Erfolg haben (Helmut Runge, Beuthener Straße 48 in 42579 Heiligenhaus).

Und zum guten Schluß: Wer besitzt die Gedichte von Baldur von Schirach "Die Fahne der Verfolgten" und kann das Buch zumindestens ausleihen? (Hannelore Werle, Am Juliusstein 5 in 34130 Kassel)

Eure

Ruth Geede