19.10.2021

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26.08.00 Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 26. August 2000


Die ostpreußische Familie

Lewe Landslied,

zuerst möchte ich noch einmal meinen herzlichsten Dank sagen für die vielen lieben Glückwünsche zur Verleihung des Preußenschildes, die mich noch immer erreichen. Solch ein großes Echo hatte ich nicht erwartet und ich bin sehr, sehr glücklich darüber. Einen ganz besonderen Dank möchte ich aber Frau Ilse Rudat und den Landsleuten aus Uetersen sagen, die mich mit einem Riesenstrauß überraschten. Langstielige rosa Rosen in solch einer Fülle habe ich noch nie in meinem – nun doch schon sehr langen – Leben bekommen. Allen meinen innigsten Dank für diese so aufrichtige Anerkennung meiner Arbeit, die ja an Umfang immer noch zunimmt.

Und so gehe ich gestärkt an die Vorbereitungen zu unserem diesjährigen Treffen im Ostheim in Bad Pyrmont, dem Seminar "Die ostpreußische Familie", das vom 16. bis 19. Oktober stattfindet. Das Interesse ist bereits groß, es gibt schon viele Anmeldungen, und immer wieder wird nach dem Programm gefragt. Das liegt nun fest, und ich kann den interessierten Landsleuten versichern, daß es wieder interessant und abwechslungsreich wird. Es reicht von einer kleinen Vogelkunde über unsern ostpreußischen Adebar, Dr. Christoph Hinkelmann wird hierzu über den Vogelzug und die Forschungsarbeit der Vogelwarte Rossitten referieren, Geschichten, Märchen und Lieder sollen diese "Storchenstunde" ergänzen. Historisch wird diesmal das Leben von Friedrich I. behandelt, dessen Krönung in Preußen im Königsberger Schloß sich am 18. Januar 2001 zum dreihundertsten Mal jährt, also sozusagen eine Einführung in das Jubiläumsjahr. Als Referenten haben wir Hans Graf zu Dohna gewinnen können. Auch kein Unbekannter am Vortragspult ist Hans-Jürgen Preuß, der diesmal über "150 Jahre gelebte Diakonie – das Königsberger Diakonissen-Mutterhaus Krankenhaus der Barmherzigkeit" referieren wird. Christa Pfeiler-Iwohn wird über die russischen Waisenhäuser in Königsberg und ihre neuesten Erkenntnisse über einzelne Schicksale der damals elternlos zurückgebliebenen deutschen Kinder berichten, von denen viele noch heute nach ihrer Identität suchen. Ich selber werde natürlich einen neuen "Rechenschaftsbericht" über unsere Familienarbeit vorlegen und literarisch das Schaffen von zwei ostpreußischen Schriftstellern, Walter Scheffler und Paul Brock, behandeln. Es wird wieder einen gemeinsam gestalteten bunten Familienabend geben, und Veronika und Ralph U. Winkler dürften wie immer für kleine Überraschungen sorgen. Soviel ein kurzer Überblick über unser drittes Familientreffen. Für Anfragen und Anmeldungen hier die Anschrift: Ostheim – Jugendbildungs- und Tagungsstätte, Parkstraße 14, 31812 Bad Pyrmont, Telefon 0 52 81/93 61-0, Fax 0 52 81/93 61-11.

Soweit also heute in "eigener Familiensache". Aber für einen Wunsch bleibt noch ein Platz: Grete Schwander, geb. Rink, sucht eine Königsbergerin, die mit ihr zusammen von April bis Dezember 1939 im Landschullager Schmolainen bei Guttstadt war. Damals lebten 30 Berliner Mädel – zu denen Grete Rink gehörte – mit der gleichen Anzahl Königsberger Mädchen im Lager, darunter auch Charlotte Lange, Jahrgang 1923/25. Diese Freundin wird nun gesucht. Da Charlotte Lange sicher geheiratet und einen anderen Namen hat, fällt die Suche natürlich schwer. Aber vielleicht geschieht doch ein kleines Wunder, und sie meldet sich, oder jemand kann Frau Schwander Auskunft über das Schicksal der Gesuchten geben. (Grete Schwander, Stuttgarter Straße 140 in 71732 Tamm.)

Eure

Ruth Geede