25.10.2021

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
09.09.00 Kommentare:

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 09. September 2000


Kommentare:

Endstation

Die Partei "Bund Freier Bürger", die von ihren Kritikern frühzeitig und spöttisch "Professoren- und Doktorenpartei" genannt wurde, wird sich zum Jahresende auflösen. Das Ziel, die Einführung der ständig chronisch schwachen Euro-Währung zu verhindern, wurde nicht nur deswegen verfehlt, weil die Partei noch in den Anfängen stand, sondern auch deswegen, weil das Ziel politisch gewollt war. Doch bekanntlich setzten sich die regierenden Partein ohnehin über den deutlich bekundeten Volkswillen hinweg. Am Ende bleibt nur die spekulative Nachbetrachtung, ob nicht die Gründung schon Folge eines einfachen blau-weißen Rechenspiels war: 2 x 3 ergibt 6, aber weniger als 1 x 5,1. P. F.

Sammelpunkt Sylt?

Die Dänen reagieren zunehmend empfindlich auf das Verhalten mancher der in ihr Land strömenden Asylbewerber, obgleich ihre Zahl pro tausend Einwohner verglichen mit Deutschland minimal ist. Sie wollen sich nicht gewöhnen an allerlei absonderliche Gebräuche, die die vielscheckige Völkerschar mitbringt in ihr idyllisches Land. Besonders dort, wo die Asylbewerber in Zentren auf die Prüfung ihrer Anträge warten, erfahren die Dänen von ganz anders gearteten Auffassungen von persönlichem Eigentum, als sie in dem skandinavischen Inselstaat üblich sind. Systematisch bestehlen Banden die Ladengeschäfte und brechen in die behaglichen dänischen Wohnungen ein. So wächst das Problem der Bandenkriminalität von Asylbewerbern den dänischen Behörden über den Kopf, wie es dänische Zeitungen ausdrücken.

Daraufhin hat die Sozialdemokratische Innenministerin Jespersen die Initiative ergriffen und eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die Maßnahmen gegen kriminelle Asylbewerber entwickeln soll. Sie selbst hat auch gleich einen Vorschlag gemacht: Asylbewerber sollten auf einer dänischen Insel isoliert werden, bis entschieden ist, ob sie tatsächlich als politisch Verfolgte anerkannt werden und in Dänemark bleiben dürfen oder ob ihr Antrag abgelehnt wird und sie Dänemark verlassen müssen.

Die Liberale Venstre Partei und die Dänische Konservative Partei haben den Vorschlag der Innenministerin bereits befürwortet.

Was eine Innenministerin, die zudem noch Sozialdemokratin ist und aus einem Land stammt, das eine längere demokratische Tradition hat als die Bundesrepublik Deutschland, was eine solche nahezu perfekte Politikerin anregt, kann nicht falsch sein. Und so ist anzunehmen, daß auch unsere Rot-Grünen die aus Dänemark kommende Idee verinnerlichen und sie nicht etwa als ausländerfeindlich diskriminieren. Ein hilfreicher Ratschlag sei gegeben: Wie wäre es mit Sylt als deutschem Sammelpunkt für Asylbewerber?

Der Hindenburgdamm wäre leicht von friesischen Freiwilligen zu bewachen. Auf der schönen Insel könnten all die betuchten Prominenten aus Politik, aus der Welt der Zeitungen und des Fernsehens, die dort ihre idyllischen strohbedeckten Datschen haben und die mit dafür verantwortlich sind, daß wir eine multikulturelle Gesellschaft solcher Prägung haben, am eigenen Leibe erfahren, wie es sich zusammenlebt mit den vermeintlichen Asylbewerbern.

H.-J. v. Leesen