25.10.2021

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
09.09.00 Lewe Landslied,

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 09. September 2000


Lewe Landslied,

zuerst ein Suchwunsch, der eilt: Die Kreisgemeinschaft Heilsberg sucht dringend ein Foto von Emma Dankowski, * 30. Juli 1900 in Schulen, Kreis Heilsberg, gestorben in Trier. Frau Dankowski war eine anerkannte Mundartdichterin für das "Breslauische". Vielleicht befindet sich ein Bild noch im Familienbesitz oder Freundeskreis, oder es gibt eine Abbildung in einem Buch oder einer Zeitschrift. (Aloys Steffen, Remigiusstraße 21 in 50937 Köln, Telefon 02 21/41 30 71, Fax: 02 21/41 75 93.)

Unser Landsmann Wilhelm Matrisch, der mit seiner Frage nach der Landfrauenschule Metgethen in der Ostpreußischen Familie ein großes Echo geweckt hatte, kommt nun mit einer anderen Frage zu uns. Es geht um eine Familienchronik, die er für einen Verwandten vervollständigen soll. Und da fehlen einige Angaben zu Personen, die trotz größter Bemühungen bislang nicht zu erhalten waren. Wie die über seine Cousine Erna Pasuch, deren Geburtsdatum in den Jahren 1925 bis 1927 liegt. Sie war das zweite Kind des Landwirts Karl Pasuch in Balden, Kreis Neidenburg und hatte noch zwei Brüder, den etwas älteren Walter und den jüngeren Paul. Nach dem frühen Tod der Mutter Anfang der 30er Jahre wurden die Kinder bei verschiedenen Pflegeeltern untergebracht. Während das Kriegs- und Nachkriegsschicksal der beiden Brüder geklärt werden konnte, ist von der Schwester nur soviel bekannt, daß sie während der Kriegsjahre im Ev. Johannisstift in Königsberg gelebt hat und dort 1945 von den Russen verschleppt worden sein soll. Wahrscheinlich ist sie schon in der Gefangenschaft verstorben. Es sollen noch Angehörige der Mutter von Erna Pasuch leben. Vielleicht erinnern sich auch ehemalige Leidensgefährtinnen an Erna Pasuch? Und wer kann Näheres über das Johannisstift mitteilen? (Wilhelm Matrisch, Hinterm Stern 29 in 22041 Hamburg.)

Auch Hilda Stroscher wendet sich an unsere Ostpreußische Familie sozusagen als letzte Möglichkeit, um noch etwa über das Schicksal ihrer Großmutter zu erfahren. Alle Nachforschungen blieben bisher ergebnislos. Johanna Moskau, geb. Preuß, aus dem ostpreußischen Landsberg kam auf der Flucht bis zum Lager Küstrin. Dort verliert sich ihre Spur. Wer kann sich von ehemaligen Lagergefährten an Frau Moskau erinnern und weiß, wohin ihr weiterer Lebensweg geführt hat? (Hilda Stroscher, Friedrichshöhe 4 B/218 in 42799 Leichlingen.)

Eine E-Mail aus den USA: Hiltrud Maria (Masuch) Webber sucht Hansi Kaemmer, einen Freund aus ihrer Kinderzeit in Domnau. Beide Familien gingen zusammen auf die Flucht. Die Mutter des Gesuchten, Auguste Kaemmer, soll auf der Nordseeinsel Sylt gewohnt haben. Dieser Suchwunsch könnte schon recht gute Aussichten auf Erfolg haben. (Hiltrud Maria [Masuch] Webber, 1104 McCubbins Avenue, Cabool, Mo 65689 USA.)

Und wieder einmal ein Gedichtwunsch – auf diesem Gebiet spurt unsere Ostpreußische Familie ja großartig. Es handelt sich um "den letzten Willen eines ostpreuischen Bauern". Ob das auch der Titel ist, dürfte fraglich sein. Es beginnt: "Mein Sohn", sprach sterbend ein ostpreußischer Bauer zu seinem Sohn, "halt mir in Ehren die Gräber im Feld …" Eva Kühnel hat diesen Gedichtwunsch für einen ehemaligen Köngsberger Klassenkameraden von der Haberberger Mittelschule vermittelt. Seine Adresse; Horst Buttkus, Weinauring 16 in 02763 Zittau.

Eure

Ruth Geede