25.10.2021

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16.09.00 Blick nach Osten

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 16. September 2000


Blick nach Osten

Magere Restitutionsbilanz

Bukarest – Die rumänische Regierung hat den 31. Dezember 2001 als Schlußtag für die Umsetzung des im Juli vergangenen Jahres angenommenen Restitutionsgesetzes festgelegt. Bislang konnten im Zuge dieses Gesetzes nach offiziellen Angaben erst 10 000 ha Land an die alten Eigentümer übergeben werden, während noch schätzungsweise 300 000 ha zur Rückgabe ausstehen. Das Landwirtschaftsministerium behauptete vor kurzem, daß bis Ende kommenden Jahres insgesamt 800 000 ha der von den Kommunisten enteigneten Flächen wieder in den Händen der Geschädigten sein werden.

Geraubter Staatsschatz

Bukarest/Moskau – Eine anhaltende Belastung der rumänisch-russischen Beziehungen ist der Streit um den im Ersten Weltkrieg nach Rußland verschleppten Staatsschatz Rumäniens. Duma-Sprecher Gennadij Seleznow hatte während seines Staatsbesuches im Juli erklärt, daß sich Experten beider Seiten der Frage annehmen sollten. Allerdings wolle Rußland keinesfalls "einen Präzedenzfall schaffen", der andere Länder auf den Plan rufen könnte.

Multinationales Bataillon

Großwardein – Die Stabschefs Rumäniens und Ungarns, Chelaru und Fodor, haben während eines Treffens am 30. August in Großwardein (Oradea) angekündigt, ein gemischt-nationales Logistik-Bataillon aus rumänischen, ungarischen, slowakischen und ukrainischen Soldaten bilden zu wollen. Die Idee hierzu war auf ungarischer Seite aufgekommen. Das gemischte Bataillon soll demnach bei Katastrophen wie der Theiß-Verschmutzung im Frühjahr dieses Jahres grenzüberschreitend zum Einsatz kommen.

Expo-Bewerber Breslau

Breslau – Die schlesische Hauptstadt Breslau trägt sich mit dem Gedanken einer offiziellen Bewerbung für die Ausrichtung der nächsten Weltausstellung im Jahr 2010. Wie Stadtpräsident Bogdan Zdrojewski gegenüber der Presse mitteilte, seien bereits Informationsgespräche mit dem Hannoveraner Expo-Direktor Norbert Bergmann geführt worden. Polnische Großbanken haben inzwischen eine nennenswerte finanzielle Beteiligung an dem milliardenschweren Vorhaben in Aussicht gestellt.