28.10.2021

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23.09.00 Zitate

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 23. September 2000


Zitate

Mitte des Jahres 1938, während die Sowjets Waffen und Männer nach Spanien schafften, um den dort wütenden Bürgerkrieg noch weiter anzuheizen, schloß Präsident Roosevelt ein geheimes Militärinformationsabkommen mit Stalin und Molotow ab. Die Kenntnis dieses Abkommens war begrenzt auf vier Personen in den Vereinigten Staaten und die entsprechende Anzahl in der Sowjetunion.

Ein streng geheimer Bericht in den Akten des US State Departments (Außenministerium) (Aktenzeichen 800.51 W 89.U.S.S.R./247) wurde am 17. Januar 1939 von Botschafter Joseph E. Davies angefertigt, um den Stand der Beziehungen bis zu dem Roosevelt-Stalin-Abkommen aufzuzeichnen. Davies stellte fest, daß er anfangs "beauftragt" worden sei, "die Beratung eines prominenten New Yorker Bankers, Herrn Sidney Weinberg, einzuholen". Diese Beratung sollte entscheiden, wie der Sowjetunion "Ausgleichskredite zu niedrigen Zinsen" gewährt werden könnten, die es der Sowjetunion ermöglichten, die alten Schulden aus der Kerenski-Zeit zu begleichen. Der Zusammenhang dieses Berichts legt laut dem Botschafter einen Zusammenhang zwischen den Krediten und dem vorgeschlagenen Geheimabkommen nahe:

"Im Januar 1938 und vor meiner Abreise in die Sowjetunion wies mich der Präsident an, die Möglichkeit einer Verbindung zwischen den Verantwortlichen in Heer und Marine in den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion zu erkunden. In Hinblick auf den Informationsaustausch bezüglich der militärischen Situation zu Wasser und zu Lande der USA und der Sowjetunion sollte diese Zusammenarbeit gegenüber Japan die Lösung des fernöstlichen und pazifischen Problems sicherstellen."

Der Grund, der von Präsident Roosevelt für dieses Abkommen mit einer totalitären Macht, die zu jener Zeit aktiv in einem europäischen Krieg engagiert war, gegeben wurde, war folgender: "Es wäre ein Zeichen von Vorsicht und Weisheit von jeder der beteiligten Regierungen, die andere Seite mit den Fakten bekannt zu machen, die aus Gründen der Ähnlichkeit der Absichten und Notwendigkeiten auszutauschen in Zukunft unbedingt erforderlich seien, wenn auch jede Macht weiterhin unabhängig voneinander ihren eigenen Kurs verfolgen wird."

Eine interessante Frage wird gestellt werden dürfen: Was genau stellte sich Präsident Roosevelt unter "Ähnlichkeit der Absichten und Notwendigkeiten" mit einer unbarmherzig-totalitären Sowjetunion vor, die von einem zeitgenössischen Rivalen Iwans des Schrecklichen regiert wurde?

Botschafter Davies berichtete im übrigen, daß "der Vorschlag sowohl von Stalin als auch von Molotow höchst günstig aufgenommen wurde".

Der US-amerikanische Historiker Antony Sutton über Roosevelts Geheimes Militärinformationsabkommen mit der Sowjetunion in: "National Suicide – Military Aid to the Soviet Union", New York 1974.

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Wir sollten das Wiedervereinigungsgebot aus der Präambel des Grundgesetzes streichen.

Joschka Fischer

deutscher Außenminister (1989)

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Laßt uns um Gottes willen aufhören, von der Einheit zu träumen und zu schwätzen. Egon Bahr

1989