17.10.2021

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30.09.00 Frankfurter Buchmesse: Polnisches Schaufenster

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 30. September 2000


Frankfurter Buchmesse: Polnisches Schaufenster
Östliches Nachbarland ist das diesjährige Schwerpunktthema

Die 52. Frankfurter Buchmesse mit dem Schwerpunktthema Polen wirft ihre Schatten voraus. Im Vorfeld des Großereignisses in der Mainmetropole vom 18.-23. Oktober sind in deutschsprachigen Verlagen rund hundert Übersetzungen aus dem Polnischen erschienen. Dabei konnten die Herausgeber von einem eigens geschaffenen Literaturfonds profitieren.

Auf polnischer Seite ist eine Förderung von Übersetzungen aus dem Deutschen gar nicht nötig. Zuletzt sind jährlich jeweils ca. 500 Bücher übertragen worden, und bundesdeutsche Verlage verkauften in der zurückliegenden Dekade beim Nachbarn mehr Rechte und Lizenzen als in jedem anderen Land.

Hauptanziehungspunkt für Polen-Interessierte auf der Frankfurter Messe wird die Halle 3.0 sein. Diese soll in ihrer Mitte als Marktplatz gestaltet sein, vom dem viele "Straßen" abzweigen, die die Namen von Städten und Landschaften tragen.

Neben einem großen polnischen Gemeinschaftsstand und den Präsentationen zahlloser nationaler Verlage ist eine Ausstellung "Kultur im Spiegel des Buches" mit Bibliophilem zu verschiedenen Regionen, Landschaften und städtischen Zentren wie Warschau, Krakau, Posen, Breslau und Stettin zu sehen. Eine zweite große Ausstellung ist den ausländischen Bucherscheinungen über Polen sowie Übersetzungen des letzten Jahrzehnts gewidmet.

Darüber hinaus gibt es ein kaum zu überblickendes Rahmenprogramm mit Lesungen, Diskussionen, Filmen und Konzerten, der Exposition "Die Vier Jahreszeiten. Die polnische Landschaft des 18.-20. Jahrhunderts" in der Kunsthalle Schirn sowie der hochkarätig besetzten Konferenz "Europa der Mitte. Was es war, was es ist, was es sein wird".

Schon jetzt haben sich zahlreiche Größen der polnischen Literaturszene in Frankfurt angesagt. Etwa 500 Autoren wollen kommen, darunter die Nobelpreisträger Czeslaw Milosz und Wislawa Symborska sowie Stanislaw Lem, Slawomir Mrozek, Ryszard Kapuscinski u. a.

Alles in allem zehn Millionen Zloty (ca. 5 Millionen DM) wollen sich die Polen ihren Auftritt in Frankfurt kosten lassen. (MS)

Nähere Auskünfte erteilt das "Büro Polen", Przemyslaw Konopa, Tel.: 069/97945882, Fax: 97946612, www.polska2000.pl