17.10.2021

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21.10.00 Unser Volk schrumpft

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 21. Oktober 2000


Deutschland:
Unser Volk schrumpft
Eine nicht unumkehrbare Entwicklung

Das Statistische Bundesamt hat sein Jahrbuch für 2000 vorgelegt. Auf den 747 Seiten wird bestätigt und in Zahlen gefaßt, was alle schon wußten: das deutsche Volk wird zunehmend kleiner. Aus der Bevölkerungspyramide ist inzwischen eine Bevölkerungsmumie geworden. Bis 2050 wird sich – wenn nicht Grundlegendes passiert – die Alterspyramide umdrehen. Das heißt, daß nicht mehr die für einen gesunden Bevölkerungsaufbau und die Regeneration eines Volkes gültige Regel gilt, je jünger desto mehr, sondern vielmehr das Gegenteil droht.

In Zahlen ausgedrückt sieht das wie folgt aus: Deutschland hat heute 82 Millionen Einwohner. In 50 Jahren wird es doppelt so viele Menschen im Alter ab 60 Jahre geben wie Junge unter 20 Jahren. Der "Gestorbenen-Überschuß" – wie die Statistiker die Differenz zwischen Gestorbenen und Geborenen nennen – lag 1999 bei rund 76 000. 2050 wird er sich auch bei einer jährlichen Zuwanderung von 200 000 Menschen mit 600 000 fast verzehnfacht haben.

Abgesehen von der Überfremdung kann auch aus ökonomischen Gründen Zuwanderung nicht die Lösung sein. Bereits 1995 waren mit 32,4 Prozent knapp ein Drittel der Sozialhilfeempfänger Ausländer. Nach einem internen Papier des Gesundheitsministeriums stellten 1996 die Ausländer bei den 25- bis 50jährigen Sozialhilfe erhaltenden Männern bereits die Hälfte und bei den für die weitere Zukunft noch wichtigeren jungen Männern zwischen 18 und 24 Jahren gar 65 Prozent der Sozialhilfeempfänger. Und auch bei den Sozialhilfe beziehenden Ehepaaren mit Kindern stellten die Ausländer mit 56 Prozent bereits die Mehrheit. Von dieser Seite ist also schon aus diesem Grunde keine Abhilfe zu erwarten.

Es bleiben also als Hoffnungsträger nur die deutschen Frauen und Männer. Noch gehören die sogenannten geburtenstarken Jahrgänge dazu und das ist eine Chance, die schnell genutzt werden sollte. Die Gründung einer Familie muß wieder erstrebenswert sein. Dafür müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden.

In einer Gesellschaft des "Heuerns und Feuerns", die zunehmend von Zeitverträgen statt von unbefristeten Anstellungen geprägt ist, ist es schon nachvollziehbar, wenn gerade die verantwortungsbewußteren unter den jungen Menschen Hemmungen haben, eine Familie zu gründen. Auch darf in unserer Gesellschaft die wirtschaftliche Existenz einer Familie und das Ansehen ihrer Mitglieder nicht davon abhängig sein, daß beide Elternteile einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Und auch der Wille, daß Volk über den eigenen Tod erhalten zu wissen, muß vorhanden sein. In einem Klima von staatlich vorgegebenem Selbsthaß und Nationalmasochismus hat dieser Wille im Volke jedoch kaum eine Chance. Manuel Ruoff