17.10.2021

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21.10.00 Briefe an die Redaktion

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 21. Oktober 2000


Briefe an die Redaktion

Betr.: Arbeit der Landsmannschaft

Kürzlich erhielt ich von einem sehr netten, inzwischen pensionierten Kollegen die Ausgabe vom 10. Juni des Ostpreußenblattes. Auf meiner täglichen Fahrt zur Arbeit habe ich Ihre Verbandszeitung nun zu einem guten Teil durchgelesen. Da ist es mir nun ein Anliegen, Ihnen zum hervorragenden Niveau der Zeitung zu gratulieren. Besonders "Feuilleton" und "Christliches Wort", aber auch alle anderen Rubriken haben mir zugesagt.

Als Schwabe, der seine Heimat liebt und bodenständig ist, kann ich Ihr Anliegen gut verstehen. Auch Ihre Probleme erkenne ich und muß Sie bewundern, mit welch großer Zuversicht Sie diese Probleme angehen und wohl auch Erfolg haben, wenn Sie das Bewußtsein der Heimattreue an die nachfolgende Generation weitergeben. Möge Gott es geben, daß das Ostpreußentum nicht in unserer gesichts- und seelenlosen Gesellschaft aufgeht.

Bewundernswert und Ihrer Sache dienlich ist es auch, wenn Sie den Frieden und die Aussöhnung mit unseren Nachbarn und Kriegsgegnern an die oberste Stelle Ihrer Arbeit setzen. Nur so kann es (und das hoffe ich) eine gerechte Regelung Ihres Rechtsanspruchs auf Heimat und auf Entschädigung Ihrer Vermögensverluste geben.

Man hört ja, daß es den Vertriebenen teilweise schwer fällt, die Heimat im jetzigen Zustand wiederzusehen und mancher wird sich geschworen haben, nie wieder dort hin zu fahren. Trotzdem ist durch die Möglichkeit des freien Zugangs nach der Wende ein ganz wesentlicher Schritt nach vorne erreicht worden. Ob und wie Ihre weiteren Rechte durchsetzbar sein werden, weiß Gott allein. Aber eines steht fest: Ohne ständige Erinnerung an die Heimat ist dieses Recht schon aufgegeben. Daher wünsche ich Ihnen eine feste Zuversicht und viel Erfolg bei Ihrer Arbeit.

Mich hat Ihre Zeitung neugierig gemacht auf das Land, das es vermutlich wert sein wird, sich näher mit ihm zu beschäftigen.

Paul-Michael Schädel Neckarsulm Tannenberg

 

Betr.: Folge 34/00 – "Kreuzritter und Komparsen"

Im Ostpreußenblatt ist ein langer Bericht von Frau Jäger-Dabek über das polnisch-litauische Treffen bei Tannenberg, wo der Schlacht von 1410 gedacht wurde. Beide, die Verfasserin und die Schriftleitung, haben die üblichen Geschichtsklitterungen geschrieben und gedruckt, denn 1410 kämpften nicht Polen und Litauer gegen Deutsche. Es war keine nationale Auseinandersetzung, auf beiden Seiten fochten Deutsche gegen Deutsche, Germanen gegen Germanen, "Brüder gegen Brüder". Damalige Geschichtsschreiber haben den Kampf bei Tannenberg nicht als nationalen Aufstand verstanden. Es war ein Kampf zwischen den "christlichen" Polen und Litauern, wobei sehr fraglich ist, ob die sich als Polen und Litauer gefühlt haben, denn damals gab es wohl noch kein Polen und kein Litauen, und dem "christlichen" Deutschorden, der ausgerottet werden sollte. Man kann auch sagen, es war eine Schlacht zwischen Westgermanen und Ostgermanen.

Der lange Artikel beweist, daß geschichtliches Wissen auch bei Ostpreußen mangelhaft ist. Das war auch früher aus dem OB zu ersehen. Frau Jäger-Dabek schrieb auch "zum ewigen Schicksalskampf zwischen Germanen und Slawen". Das hätte die Schriftleitung nicht zulassen dürfen, denn Schriftleitern müßte bekannt sein, daß es keine "Slaven" auf der Welt gibt! Diesbezüglich habe auch ich mehrmals an die Schriftleitung des OB geschrieben. Vergeblich, läßt man sich dort nicht belehren, und ist die Führung der Landsmannschaft Ostpreußen noch des Irrglaubens, daß es "Slaven" gibt und ebenfalls unbelehrbar?

R. Kerkovius, Frankfurt

 

Reichsflagge

Betr.: Folge 35/00 – Leserbrief ",Für mich ist es die Reichskriegsflagge‘"

Der Leserbrief von H. Banse, in dem er beschreibt, wie ein Polizeibeamter seine Ostpreußenflagge mit der scheinheiligen Begründung entwendet, es handele sich um eine Reichskriegsflagge, erinnert mich sehr an eine Episode, die sich vor einigen Tagen bei uns in Rotenburg/Wümme abgespielt hat:

Ein angesehener Bürger und Stadtrat für die Freie Wählervereinigung Rotenburgs hatte an seinem Haus die Reichsflagge Schwarz-Weiß-Rot gehißt, wie er dies seit 50 Jahren tut. Nur dieses Jahr machte die ortsansässige "Antifa" mobil und verteilte Flugblätter, in denen aufs schärfste gegen das Ratsmitglied gehetzt wurde. Daraufhin gelangte der Vorfall auch in der örtlichen Presse ("Rotenburger Rundschau") – nicht zu letzt durch die politisch korrekte Empörung der Fraktionsmitglieder der SPD und der Grünen – zweimal auf die Titelseite. Bunt wurden auch hier die Begriffe Reichskriegsflagge und Reichsflagge durcheinandergeworfen und es wurde versucht, sich auf Kosten anderer zu profilieren. Dabei möchte ich einmal ausdrücklich darauf hinweisen, daß selbst die Reichskriegsflagge (des Kaiserreiches) nach Angaben des Bundesinnenministeriums in Niedersachsen nicht verboten ist. Lediglich in Schleswig-Holstein, Sachsen und Thüringen wird ordnungsrechtlich gegen das Zeigen dieser Flagge vorgegangen.

N.N.

 

1945 hat die Wehrmacht kapituliert

Betr.: Folge 29/00 – Leserbrief "Niederlage oder Grund zum Aufatmen?"

Am 8. Mai 1945 hat die deutsche Wehrmacht kapituliert. Aber danach kamen viele Millionen deutsche Soldaten in Gefangenschaft und viele Menschen aus den deutschen Ostgebieten wurden von den Russen verschleppt, waren fünf Jahre und länger weg, haben schwerste Zwangsarbeit leisten müssen und haben gewaltiges durchgemacht. Sehr viele sind dabei umgekommen. Richtig ist auch, daß nach 1945 über 15 Millionen Deutsche aus dem Osten unseres Vaterlandes vertrieben wurden. Fast 3 Millionen sind dabei grauenvoll umgekommen. Über 12 Millionen Deutsche starben beziehungsweise sind nach Beendigung des Krieges 1945 umgekommen. Ganz schlimm ist es, daß unsere Politiker das gewaltige Verbrechen der Sieger an unserem Volk nicht anklagen und Wiedergutmachung für uns Deutsche fordern. Noch nie ist auf dieser Erde ein Volk nach einer Kriegsniederlage so bestraft und ausgebeutet worden wie das unsere. Wer dann behauptet und schreibt, daß die Kriegsniederlage 1945 eine Befreiung für unser Volk war, der ist in der geschichtlichen Wahrheit unseres Vaterlandes vollkommen unbewandert. In keinem Volk auf dieser Erde würden die eigenen Politiker eine Kriegsniederlage als Befreiung in ihrer Geschichte interpretieren. Ich kann nicht erkennen, daß unsere Politiker sich für die geschichtliche Wahrheit unseres Vaterlandes und für unser Volk im In- und Ausland einsetzen. Richtig ist auch, daß über ein Drittel im Osten unseres Vaterlandes im vorigen Jahrhundert von den Polen, Russen und Tschechen geraubt worden ist. Richtig ist ferner, daß die Polen, Russen und Tschechen im vorigen Jahrhundert angefangen haben mit Vertreibung, Verschleppung und Mord und nicht umgekehrt. Auch das gehört zu der geschichtlichen Wahrheit.

Gerhard Rogall, Solingen

 

Immer brisanter

Betr.: Folge 34/00 – "Ausgerechnet Brandt"

Das Ostpreußenblatt wird immer brisanter, deckt es doch, besonders in letzter Zeit, mit schonungsloser Offenheit in vielen Beiträgen die eigentlichen Hintergründe der "Meinungsmache" von Medien und Politikern auf.

Zu dem guten obengenannten Artikel von Herrn Böhm möchte ich anmerken, daß es vielleicht gar nicht so verkehrt ist, den Ausspruch von Herbert Fram, alias Willy Brandt zu verewigen. Hält es doch der SPD und besonders deren Linken immer vor Augen, daß der SPD-Übervater Fram/ Brandt, wie schon Kurt Schumacher, der allerdings aus Überzeugung, einer "Wiedervereinigung Deutschlands" konsequent zugestimmt haben.

Christoph Glantz, Brande-Hörnerhirchen

 

Immer interessant

Betr.: Folge 38/00 – ",Der Rest ist Österreich’"

Auch mir hat das Buckeln des Deutschen Frowein nicht gefallen. Vor allem noch vor dem Franzosen Chirac. Leider Gottes liegt das in der Natur mancher Deutschen. Man denke nur daran, wie ein Herr Goppel vor de Gaulle, Altmeier vor dem General König und ein Polizeihauptmann sich fast bis auf den Boden vorbeugten. Es war eine Lachnummer genau wie der EU-Beschluß gegen Österreich. Der Vorsitzende der FDP damals, Herr Dehler, soll sich bei Goppels Verbeugung an die Verirrung Bayerns 1805 erinnert haben. Machen Sie weiter so. Das Ostpreußenblatt ist immer interessant.

Alfred Birth , Bremerhaven

 

Mit Vergnügen

Betr.: Folge 37/00 – ",Pluume, scheene, seete Pluume‘"

Bei einem Treffen des ehemaligen Deutschen Afrika-Korps wurde ich für das Ostpreußenblatt geworben. Meine Frau ist nun ebenso begeistert wie ich. Wir freuen uns, wenn am Wochenende ein neues Blatt kommt. Unsere Liebe hängt neben Masuren vor allem am Memelland, wohin noch eine freundschaftliche Verbindung reicht.

Meine Frau hat mit Vergnügen den obengenannten Beitrag gelesen. Sie würde sich freuen, wenn Sie wieder so einen Rezept-Artikel bringen würden.

Gerhard Kienzle, Geschwend

 

Kämpferisch

Betr.: Das Ostpreußenblatt

Ihr Blatt erhalte ich als Westpreuße seit Jahren regelmäßig von einem Ostpreußen als Zweitleser; dadurch kommt es zu "Zeitverschiebungen". Wir reden viel und intensiv über Ihre Artikel. Ich freue mich vor allen Dingen immer wieder neu über Ihren kämpferischen Aspekt; jetzt beispielsweise der Artikel von Wolfgang Strauß, dessen Buch "Unternehmen Barbarossa und der russische Historikerstreit" gleich 1998 in meine Bibliothek eingereiht wurde. Ich gehöre zum Jahrgang 1924, wurde also noch voll eingebunden in die "militärischen Geschehnisse".

Günter Oehmke, Lübeck

 

Zivilcourage

Betr.: Was ist Zivilcourage?

Ich will nichts daran beschönigen, daß drei junge Männer einen Farbigen aus Mosambik erschlagen haben, das ist kriminell. Wenn der Bundeskanzler Gerhard Schröder einen Kranz am Grabe des Getöteten niederlegt, ist das eine politische Wertung. Der 3. September wäre der Tag der Ehrenmalfeier im Göttinger Rosengarten. Frage: Hat Schröder irgendwann daran teilgenommen? Ist Gewalt von links egal? Was ist Zivilcourage?

Wilhelm Pribbernow, Göttingen

 

Meinungsfreiheit

Betr.: Folge 31/00 – ",Offensiv vertreten‘"

Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit zu der "Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik" äußern.

Unter anderem ist in dem oben genannten Artikel zu lesen: "Sie alle haben es begrüßt, daß durch die Gerichtsinstanzen hindurch bestätigt wurde, der Ausspruch ,Soldaten sind Mörder‘ sei keine Beleidigung, sondern durch die Meinungsfreiheit gedeckt."

Ich habe noch einen anderen Ausspruch gehört: "Alle Mitglieder der Kommunistischen Partei in der DDR waren Handlanger des Massenmörders Stalin."

Ich nehme an, die Meinungsfreiheit in der BRD ist für alle gültig und daher ist dieser Ausspruch keine Beleidigung.

Heinz Steinberg, Köln