17.10.2021

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© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 21. Oktober 2000


Bedeutsamer Markflecken
Ein Blick auf die Geschichte Domnaus

Mit der zweitägigen Jubiläumsveranstalung am 23. und 24 September gedachten die früheren und jetzigen Bewohner Domnaus der Geschichte ihrer Stadt. Konrad von Jungingen verlieh Domnau 1400 die Stadtrechte nach Kulmer Recht. Schon vor 1400 muß Domnau eine herausgehobene Siedlung gewesen sein, denn nur bedeutsamen Marktflecken mit einer gewissen Wirtschaftskraft wurde das Stadtrecht verliehen. Die Ordensburg Domnau wurde 1324 erstmalig erwähnt. Sie ist um 1460 allerdings zerstört worden.

Ein Symbol für die frühere Bedeutung Domnaus ist die recht große Ordenskirche, die – auf einem kleinen Hügel stehend – mit ihrem Turm schon aus weiter Entfernung sichtbar ist. Diese Kirche ist erhalten. In ihr wirkte ab 1937 der unvergessene Pastor Hans-Hermann Engel, der aus Mecklenburg stammte und der bekennenden Kirche im Dritten Reich angehörte. Bis zu seinem Tod im Dezember 1989 schrieb Engel bei hohen Feiertagen häufig das geistliche Wort für diese Zeitung. Im Domnauer Gemeindezentrum erinnert ein Bild Engels an sein segensreiches Wirken an dieser Stätte.

Zwei Enkel der letzten Patronatsherren der Domnauer Kirche, Heinrich v. Gottberg (Groß-Klitten), waren bei den Feierlichkeiten anwesend. Im Auftrag der Familie brachten sie eine Spende für das heutige Domnauer Gemeindezentrum. W. v. G.